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Zaubersand selber machen: Ein DIY-Rezept für Indoor-Sandvergnügen

Hallöchen, nimm mich mit!

Zaubersand, Kinetischer Sand bzw. Magic / Kinetic Sand – Der begegnet mir zur Zeit alle Nase lang in irgendeinem Geschäft und winkt mir zu: Hallöchen, Mama, kauf mich und dein Kind wird einen riesen Spaß mit mir haben! Einmal habe ich diesen Zaubersand zwischen die Finger nehmen dürfen und musste zugeben: Es hat mir viel Spaß gemacht, damit rumzupanschen. Da kann ich mir schon vorstellen, dass das für Kinder auch toll ist! Trotzdem habe ich der Versuchung bisher stand gehalten, denn ich habe auch meine Bedenken: Woraus besteht der wohl, dieser Sand? Ist das gesundheitlich unbedenklich? Wie lange ist der überhaupt haltbar?

Was steckt drin?

Zeit für eine Recherche zum Thema „Zaubersand“. Was in welchen Mengenverhältnissen wirklich darin steckt, erfahre ich dabei natürlich nicht, denn es ist klar, dass die Hersteller ihre Originalrezeptur nicht verraten. Ich erfahre dabei nur, dass Zaubersand „ungiftig, bakterienfrei, umweltfreundlich, wasserlöslich, pädagogisch und therapeutisch“ ist und nicht verklebt. Es ist ein „Naturprodukt, bestehend aus Sand und Muscheln!“ (Quelle: http://www.zaubersand.com/informationen)

Hochtrabende Versprechen

Wow, das sind ja dolle Versprechungen! Ungiftig, bakterienfrei, umweltfreundlich klingt ja erstmal beruhigend. Pädagogisch und therapeutisch hört sich für mich etwas hochtrabend an. Jedes Spielzeug ist ja irgendwie auch pädagogisch bzw. therapeutisch je nachdem wie man es einsetzt und mit dem Kind zusammen erkundet… Klar die Sinne werden durch diesen Zaubersand besonders angesprochen, aber jetzt auch nicht wesentlich mehr als bei normalen Sand oder wenn man das Kind mit Kartoffelbrei in die Badewanne setzt. Letzteres meine ich jetzt vollkommen ernst!

Zaubersand selber machen

Bleibt noch: Ein Naturprodukt, bestehend aus Sand und Muscheln. Aha! Wenn das so ist, dann kann man doch diesen Magischen Sand bestimmt einfach nachbasteln, oder? Die Idee finde ich reizvoll. Selbermachen tue ich gerne, ist einfach ein schönes Gefühl und man weiß, was man (rein) getan hat. Also wird weiter recherchiert. Und so finde ich hübsche, einfach Anleitungen, wie man Zaubersand einfach zuhause selber herstellen kann. Eine ganz einfache finde ich bei „Mama notes“, die die Idee wiederrum bei „Tollabea“ gefunden und dann ausprobiert hat. Das las sich so gut, dass ich es sofort ausprobieren musste. Alles, was ich dazu benötigte, hatte ich gerade auch da:

  • Mehl & Babyöl.
  • Wird im Verhältnis 8:1 vermischt.

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Am besten nimmt man Weizenmehl; ich hatte nur Roggenmehl da, deshalb ist der Sand dunkler geworden. Auch musste ich etwas mehr Babyöl verwenden, um zum gewünschten Resultat zu kommen: Eine homogene, leicht an sich selbst haftende, jedoch nicht klebrige Masse, die sich in Förmchen drücken, zerbröseln, verklumpen lässt.

06-IMG_0654 07-IMG_0655 Für jüngere Kinder würde ich vielleicht auch besser statt Babyöl Sonnenblumen- oder Rapsöl nehmen, damit es nicht schlimm ist, falls sie das Ganze mal doch in den Mund nehmen sollten. Das ist eigentlich schon alles. Schnelles Rezept, große Freude – das sind mir die liebsten DIY Anleitungen.

So ganz krümelfrei ist das Ganze natürlich nicht. Mit ein bisschen Sauerei muss man schon rechnen. Daher kann man je nach Sauberkeitsfimmel die Spielerei damit z.B. in die Badewanne verlegen. Oder man nutzt eine große Box oder Wanne, in die das Kind sich hinein setzen kann, wenn es damit spielt.

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Ich habe zu diesem Zweck die Unterbettkommode „Dilling“ von Ikea benutzt, d.h. eine große Plastikbox, die im Sommer auf dem Balkon als Planschbecken gedient hat und jetzt Indoor als Sandkasten verwendet werden kann. Der Bettkasten „Dilling“ heißt jetzt übrigens „Gimse“. Mehr dazu habe ich hier geschrieben. Wer so was nicht hat, ein Trost: Man kann den Zaubersand leicht wieder aufsammeln bzw. wegsaugen.

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Der Zaubersand hält sich übrigens mehrere Wochen, wenn man ihn nicht verschlossen aufbewahrt. Ständige Belüftung ist wichtig, sonst fängt der Sand an komische Dinge zu machen ;-)

Weitere Rezepte

Diese Abwandlung des Rezeptes fand ich auch noch sehr interessant: Hier werden Vogelsand und Maisstärke mit Wasser vermischt. Wer mag gibt noch Farbpulver (Lebensmittelfarbe) dazu. Das Video könnt ihr euch hier ansehen; es erklärt sehr ausführlich, wie man die gewünschte Konsistenz erreicht.

 

Nun wünsche ich euch viel Spaß beim Nachbasteln! Was für Erfahrungen hast du damit gemacht? Kennst du weitere Rezepte? Ich bin gespannt…

Liebe Grüße
Ruhrmama

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