In der Stadt, Unterwegs
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Stadtspaziergang: Die Margarethenhöhe

„Have you seen Essen?“ das ist das Motto der kleinen Stadtrundgänge, in denen ich euch als Tourist mit in die eigene Stadt nehme. Heute stelle ich euch DAS Sightseeing-Ziel schlechthin vor, dass jeder Essener unbedingt gesehen haben sollte und das mein Herz einfach immer wieder erfreut. Ach, wie gerne würde ich dort wohnen.

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Die Margarethenhöhe ist ein Stadtteil im Südwesten von Essen, den vor allem eines kennzeichnet: Er ist schön und grün. Schön ist ja häufig ein subjektiver Begriff und liegt im Auge des Betrachters. In diesem Fall kann ich mir jedoch nicht vorstellen, dass das jemand nicht schön findet.

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Starten kann man diesen Stadtspaziergang zum Beispiel am Parkplatz vor dem Eiscafé „Marabus“. Hier kann man natürlich auch gleich ein kleines Eis essen, was sehr lecker ist :-) Wenn man mit der Bahn anreist, dann nimmt man vom Hbf die U17 Richtung Margarethenhöhe, steigt dann „Laubenweg“ aus und nimmt ebenfalls Kurs auf das Eiscafé.

Von hier aus kann man sich einfach durch die kleinen Straßen treiben lassen und selber entdecken. Zum Beispiel die Straße „Schöngelegen“. Was für eine coole Adresse ist das denn bitte? „Wo wohnen Sie?“ „Schöngelegen Nr. 1 in Essen.“ „Ja, is‘ klar und jetzt im Ernst bitte…“ Und „schön gelegen“ ist noch nicht mal „schön gelogen“, denn es stimmt ja wirklich!

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Das einzige, was wahrscheinlich nervt, sind immer die Leute mit ihren Fotoapparaten, so als würde man in einem Museum oder Zoo wohnen.

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Das habe ich jedenfalls gedacht, als ich knipsenderweise unterwegs war. Aber wahrscheinlich ist man daran gewöhnt, wenn man hier wohnt.

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Was man auf jeden Fall gesehen haben sollte, ist der „Kleine Markt“ am „Mintrops Stadt Hotel Margarethenhöhe“ und „Edeka Droll“. Das sind vielleicht tolle Gebäude.

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Überhaupt die kleinen Geschäfte hier sind so schön integriert in die Siedlung. Die Wohnhäuser sehen sich zwar alle ähnlich, trotzdem gleichen sie sich nicht. Keine Monotonie trotz ähnlicher Bauweise. Und dann dieses viele Grün: Weinlaub, Rasenflächen, kleine Gärten, Blumenkästen…

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Man versteht wirklich, warum die „Maggihöhe“ ein „Beispiel für menschenfreundliches Wohnen“ ist oder als „städtebauliches Juwel“ bezeichnet wird.

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Eine kurze Geschichte: Margarethe Krupp stiftete 1906 diesen Stadtteil der Stadt und der Architekt Georg Metzendorf plante hier – inspiriert von der Gartenstadtbewegung – Wohnhäuser für Arbeiter und Angestellte. Diese wurden von 1906-1938 errichtet, enthalten trotz einheitlichen Wohnkörpers jedoch stark variierende Elemente, wie Giebel, Erker oder Laubengänge. Die Margarethenhöhe I (es gibt einen älteren und jüngeren Teil, eben I und II) wurde 1987 unter Denkmalschutz gestellt.

Beendet habe ich meinen Stadtspaziergang dann am Spielplatz der Margarethenhöhe, der ist zwar klein aber fein, da mit einem Materialcontainer ausgestattet.

Viel Spaß beim Nachspazieren! Wie hat es dir gefallen? Ich freue mich von dir zu hören!
Ganz unten kannst du dir auch noch ein Video zur „Maggihöhe“ anschauen :-)

Es grüßt die

Ruhrmama Sign

Eiscafé Marabus
Laubenweg 8
45149 Essen
0201.4386332

Öffnungszeiten
Mo, Di, Do, Fr, Sa, So 11-18 Uhr
Mittwoch geschlossen

Edeka Droll
Hoher Weg 15
45149 Essen
0201.716745

Öffnungszeiten
Mo-Fr 8-18.30 Uhr
Sa 8-14 Uhr

Führungen durch die Margarethenhöhe:
Bürgerschaft Essen-Margarethenhöhe e.V. (0201.712-455 /-840)

Führungen durch die Musterwohnung: Ruhr Museum (0201.24681444, Mo-Fr, 9-16 Uhr)

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