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Wohin zum Schuhe kaufen? Oberhösel und andere Schuhgeschäfte für Kinderschuhe

Die ersten Schuhe! Ein kleiner Meilenstein in der bisherigen Entwicklung, denn die ersten Schuhe bedeuten, dass der kleine Ruhrzwerg nun tapfer auf zwei Beinchen durch’s Leben gehen möchte. Bisher hatten uns kleine Lederschläppchen genügt, aber nun wird auch draußen so viel gelaufen, dass richtige Schuhe nötig sind.

Aber wo kauft man die am besten? Gebraucht? Bin ich ja eigentlich ein Fan von, aber in diesem Fall dachte ich, sei es besser, sich fachkundig beraten zu lassen, damit sich die kleinen Füße so gut wie möglich laufend entwickeln können. Folgende Tipps gelten für den Kauf von Kinderschuhen:

  1. Entscheidend neben der gemessenen Länge ist auch die Form der Füße. Schlanke Füße benötigen andere Schuhformen als kräftige.
  2. Kinderfüße wachsen schnell! Deshalb regelmäßig die Passung zwischen Fuß und Schuh überprüfen. Eine neue Vermessung empfiehlt sich ca. alle drei Monate.
  3. Die beiden Füße müssen nicht unbedingt gleich groß sein. Entscheidend für den Kauf ist natürlich immer der größere!
  4. Da die Schuhe mal aus mehr, mal aus weniger dickem Material bestehen, ist die Innenlänge entscheidend, nicht die äußere Länge der Sohle. [Dafür kann man sich übrigens ein Messgerät ab ca. 45 Euro kaufen, das verspricht den inneren Platz des Schuhs messen zu können und die Größe des Fußes. Mehr Infos unter: schuhe-messen.de]

Gesucht war also ein Schuhgeschäft mit einer guten Beratung (die die o.g. Punkte berücksichtigt) und großen Auswahl, damit wir auch den richtigen Schuh finden können. So habe ich mich also im Bekanntenkreis umgehört und die kurze, knappe und unmissverständliche Antwort lautet: „Oberhösel. Da fahren alle hin.“ Da fahren alle hin, okay.

Ich konnte also der Versuchung nicht widerstehen, habe das Ruhrkind eingepackt und den Weg nach Oberhösel auf mich genommen. Oberhösel ist ein relativ großes Schuhgeschäft in Mülheim Saarn, das tatsächlich ein riesige Kinderschuhabteilung mit Kinderspielecke und dann noch ganz viele Schuhe für Mama und Papa zu bieten hat.

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Nun ja, ich war in den Ferien an einem regnerischen Vormittag in der Woche dort. Es war sehr voll, offensichtlich hatten viele Eltern denselben Gedanken wie ich. Wir wurden dennoch relativ schnell beraten, auch wenn die Verkäufer jede Menge zu tun hatten. Es wurden des Ruhrkinds Füße vermessen und verschiedene Schuhe anprobiert, mit denen das Ruhrkind immer wieder Kurs auf die Spielecke nahm und dann unter Protest von dort wieder zurück geholt wurde, um den nächsten Schuh anzuziehen. Schließlich haben wir uns dann für ein Modell von Pepino Ricosta entschieden, mit weicher Gummisohle, die flexibel viele Bewegungen mitmacht. 39,95 Euro haben die gekostet, das geht ja so eben noch.

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Allerdings verschwieg die Verkäuferin nicht, dass der erste Schuhe im Durchschitt 8 Wochen getragen wird, da die Füße der lieben Kleinen doch ziemlich schnell wachsen und dann wieder neue nötig sind. Glücklicherweise haben wir das gleiche Modell bereits in größer & gebraucht von Bekannten bekommen.

Ob man nun unbedingt zu Oberhösel fahren muss, weiß ich nicht. Die Auswahl ist in jedem Fall vor allem für größere Größen sehr groß und die Beratung war nett und gut. Daher lohnt es sich bestimmt, einmal dort gewesen zu sein.

Oberhösel Schuhe
Straßburger Allee 43-47
45481 Mülheim an der Ruhr
0208.993680
info (at) oberhösel.de

Öffnungszeiten
Mo-Fr 9-19 Uhr, Sa 8.30-16 Uhr

An weiteren – besonders kinderfreundlichen – Schuhgeschäfte im Umkreis habe ich noch gefunden:

Kinderschuhe Penschek
Düsseldorfer Landstrasse 253 (B8)
47259 Duisburg
0203.780866
info (ät) kinderschuhe-penschek.de

Öffnungszeiten
Mo-Fr 9.30-13 Uhr & 15-18.30 Uhr
Sa 10-14 Uhr

Auch die Deichmann Filialen (Deichmann hat seinen Stammsitz übrigens in Essen), die die „Elefanten Schuhe“ vertreiben, beraten mit dem eigenen Weiten-Maß-System (WMS).

Und ihr so? Wo kauft ihr eure Schuhe und habt gute Erfahrungen gemacht?

Liebe Grüße

Ruhrmama Sign

5 Kommentare

  1. vanessa sagt

    leider leider sind die meisten kinderschuhe viel zu hart um den kindern ein gesundes laufen zu ermöglichen. bei oberhösel haben sie uns auch die pepinos verkauft, das seien die weichesten, die sie haben. für mein empfinden, sind es das härteste, was ich gerade noch so an den Kinderfuß lassen würde. im klabauterladen im stadtwald haben wir noch jochies gefunden, die sehr schön weich sind, aber für richtig weiche schuhe kommen wir ums internet nicht drum rum. freizehn hat eine tolle Auswahl, zeazoo sind beispielsweise super weich oder ganz neu auf dem markt wildlinge, die gibts gleich auch in Mamas größe

    • Hallo Vanessa, das stimmt, dass die meisten Kinderschuhe zu hart sind… Bei den Pepinos von Ricosta gibt es verschiedene Modelle, nicht alle sind gleich flexibel. Wir hatten bzw. haben ein Modell mit – wie ich finde – sehr flexibler Sohle aus Naturkautschuk. Es gibt aber noch andere Pepinos mit Sohlen z.B. aus Polyurethan, die sind nicht so biegsam. Danke für deine anderen Tipps, die verlinke ich doch glatt mal:
      http://www.wildling.shoes/ http://www.freizehn.de/ https://www.zeazookids.com
      Wirklich sehr gute Empfehlungen!

  2. Karlheinz sagt

    Zu Oberhösel gingen wir, weil wir für die ersten Schuhe unseres ersten Enkelkindes unbedingt alles richtig machen wollten. Die WMS-Informationen auf Oberhösels Webseite sagten uns sehr zu. Und ich hatte zuvor gründlich recherchiert und fühlte mich fit in Sachen Kinderschuhe und -Füße. Wir gerieten an eine freundliche Verkäuferin, die geschickt mit unserem Kind umgehen konnte.
    Dann kam die erste Enttäuschung: ob weit, mittel oder schmal wurde nicht gemessen und auch nicht für erforderlich gehalten.
    Dann die zweite Enttäuschung: Die Zugabe maß die Verkäuferin mit der „Daumendruckmethode“. Mein Einwand, ob man das nicht besser mit einem Innenschuh-Meßschieber machen solle, wurde mit selbstsicherer Fachkompetenz zurückgewiesen. Ein solches Gerät gebe es bei Oberhösel nicht und sie brauche das nicht.
    Zum Kaufabschluß, als wir die empfohlenen Schuhe kauften, gab es dann noch die dringliche Empfehlung, in 6 Wochen doch bitte zum Nachmessen wieder zu kommen, weil Kinderfüße ja in Schüben wachsen täten und dann schon wieder zu klein sein könnten. Meine Nachrecherche bei WMS und in anderen Quellen ergab, dass es solche Wachstumsschübe bei Kinderfüßen gar nicht gibt. Nachträglich habe ich mir noch den plus12-Meßschieber gekauft und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich zu kleine Schuhe gekauft hatte.

    Die zweiten Schuhe kauften wir unter Beratung von Herrn Penschek in Huckingen und wir wurden auch nicht glücklich. Beim nächsten Schuhkauf werden wir auf solche „Fachberatung“ verzichten und unser eigenes plus12 mitbringen! Wir wollen uns dann einen Laden suchen, wo es auch Barfuß- oder Minimalschuhe gibt, die den natürlichen Bewegungsablauf möglichst wenig einschränken.

    viele Grüße
    Karlheinz

    • Lieber Karl-Heinz, vielen Dank für Ihren ausführlichen Kommentar zu den beiden Schuhgeschäften, der hoffentlich auch anderen Lesern hilfreich ist. Über das Schuhgeschäft in Huckingen hatte ich auch bereits gelesen und mich gefragt, ob es sich lohnt, dorthin zu fahren. Vermutlich werde ich es trotzdem mal testen ;-). Das ideale Geschäft scheint es ja wohl nicht zu geben und ihre Methode, selber zu messen, scheint mir sinnvoll. Beste Grüße!

      • Karlheinz sagt

        Dieser Laden in Huckingen wirbt auf seiner Website mit Aussagen wie diesen:
        „Bei uns wird jedes Modell mit dem Innenmass vermessen und der richtigen Grösse zusortiert“ und „Wir haben es uns zum Ziel gemacht, ein breites Spektrum an Kinderschuhen in den unterschiedlichen Weiten anzubieten“. Ich hatte das für bare Münze genommen und wurde enttäuscht, das scheinen mir nur Marketingsprüche zu sein. Immerhin hatte der Firmenchef einen WMS-Innenschuh-Meßschieber, den er auf mein Verlangen hinter der Theke hervorholte. Dieser Schieber ist von gleicher Bauart wie das plus12, hat aber keine Längenskala und einen verstärkten rückwärtigen Höcker, mit dem er tiefer in die Fersenspitze hinein kommt. Normalerweise bestimmt er die passende Größe durch Draufstellen auf die herausgenommene Einlegesohle. Etwas in Richtung Barfußschuhe hatte er nicht anzubieten.

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