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Nachgefragt: Die süße Ungarin

Baumstriezel addicted!!! Ich dreh‘ ein bisschen durch, wenn ich das Wort Baumstriezel höre. Kennt ihr die? Meine erste Begegnung mit Baumstriezeln hatte ich, als sich die Kaffee Rebellen gerade mit dem Baumstriezel Café zusammengetan hatten und ich dort zu Besuch war. Baumstriezel standen auf der Speisekarte und ich war neugierig, was das wohl sein könnte. Außerdem fand ich, dass sich das niedlich anhörte: Baumstriezel, Baumstriiiiiiiiezell, Baumstriezelchen…  Aus Dresden kenne ich das Wort Striezel ja als Bezeichnung für Christstollen, aber ein Baumstriezel…? Das musste ich testen. Und um es kurz zu machen: Wie konnte ich bis dahin ohne? In welchem Himmelreich war ich denn nun bitte schön? Damit ihr ein wenig nachvollziehen könnt, was ich meine, sage ich nur: Hefeteig, spiralig gedreht, außen knusprig, innen saftig, mollig warm aus dem Ofen, Zimtzucker nicht zu knapp. Wasser. Läuft zusammen. Im Mund.

Nach dieser Begeisterung ist ja wohl klar, dass ich mehr als entsetzt war, dass die Kaffee Rebellen Ende letzten Jahres ihre Baumstriezel-Maschine verkauft (!) haben. Dass ich im Internet bei nicestthings.com ein Rezept zum Selbermachen von Baumstriezeln ohne Maschine gefunden habe, war mir nur ein schwacher Trost, denn bebackt zu werden ist mir immer noch viel lieber als selber zu backen. Aber das Resultat sieht ja wohl genial aus, schaut mal:

baumstriezel_rezept_kurtoskalacs   baumstriezel_ofen_rezept_kurtoskalacs
(c) nicestthings.com

So, und jetzt komm‘ ich zum eigentlichen Thema zurück. Die Sehnsucht nach Baumstriezeln, habe ich irgendwann mal bei Facebook kund getan und prompt von POTTSPOTT.de den Tipp bekommen: „Allerdings könntest Du auch einfach zur Süssen Ungarin gehen für famose Baumstriezel!“ Das war im Februar, es hallte mir ständig im Ohr nach, aber wie das (mit oder ohne Kind) manchmal so ist, bis man zu was kommt, is auch schon wieder Weihnachten.

Nicht ganz wie Weihnachten, aber irgendwie herbstlich hat es sich an diesem Tag irgendwann im Juli angefühlt. Kalt und regnerisch und schwupps meldete sich mein Verlangen nach Baumstriezeln. Da fiel mir der Tipp ein, der sich denkbar günstig in meinen unverplanten Nachmittag fügte. Endlich, endlich, fahr‘ ich zur süßen Ungarin.

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Die süße Ungarin gibt es seit September 2015 in Essen in fußläufiger Entfernung zum Hbf und das kleine Café hieße nicht umsonst so, wenn es dort nicht selbstgemachte süße (und herzhafte) Leckereien gäbe, sowie Getränke wie Kaffee, Kakao oder frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte.

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Man kann hier eine Kleinigkeit zum Frühstück, Mittagessen oder Kaffeetrinken bekommen, auch auf Bestellung zum Mitnehmen ins Büro. Ich warte in der Zwischenzeit auf meinen Baumstriezel, sehe zu, wie der Hefeteig aufgedreht,  gebacken und in Zimtzucker paniert wird.

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Und da ist er dann, bereit vernascht zu werden, natürlich mit der Hand, die Stück für Stück abbricht und in den Mund wandern lässt.

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Mirnixdirnix ist er auch schon weg…

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….und ich unterdrücke meinen Wunsch, noch mindestens fünf weitere Baumstriezel zu bestellen. Muss ja ein Vorbild für das Ruhrkind sein. Nicht. Das jedenfalls spielt derweil mit den vielen bunten Knöpfen.

Mit Kinderwagen ist der Besuch bei der süßen Ungarin eher schwierig, das Ladenlokal ist wirklich sehr klein, was einen aber nicht daran hindern sollte, vorbeizuschauen!

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Nach so viel Begeisterung, musste ich natürlich genauer nachfragen, und habe um ein kleines Interview gebeten:

Liebe Leila, was hat Dich motiviert, „Die süße Ungarin“ zu eröffnen? Konditorin ist mein dritte Beruf.

Früher war ich als Sales Account Managerin tätig, aber ich wollte etwas anderes machen. Zunächst habe ich in einem Restaurant in England gearbeitet und mich dort in den Beruf der Konditorin verliebt. Danach bin ich nach Ungarn zurückgegangen und habe meinen Berufsschulabschluss gemacht.

In Budapest hatten wir dann ein kleines Café, in dem ich angefangen habe zu backen, aber es war nicht der richtige Ort. Ich habe gewusst, dass ich selbständig sein möchte und als ich 2013 nach Deutschland kam, habe ich angefangen, mit der Hilfe meiner Eltern einen Laden zu suchen.

Natürlich musste ich erstmal musste die deutsche Sprache und leider habe ich noch Probleme mit der Grammatik.
[Anmerkung von Ruhrmama: Ach was! Vollen Respekt für das, was du dir angeeignet hast!]

Seit wann gibt es Dein Café und wie bist du auf den Namen gekommen? 

Das Café habe ich am 14.09.2015 eröffnet. Der Name war die Idee meiner Mutter :-) Wir wollten damit ein kleines Wortspiel machen…

Was erwartet mich, wenn ich Dich besuche? 

Für meinen Laden backe ich alles selbst . Zur Zeit mache ich mehr Backwaren als Kuchen, zum Beispiel die Baumkuchen bzw. Kürtöskalács sind eine ungarische Spezialität, die ich am liebsten ganz frisch und noch warm verkaufe.

Auf Bestellung fertige ich auch Torten an.

Ich liebe Baumstriezel! Welches ist Deine Beziehung zu dieser Spezialität, ist es z.B. eine alte Familientradition oder woher kommt dein Backtalent dafür? 

Baumstriezel sind wie die Baumkuchen eine ungarische Spezialität. Ein Baumstriezel ist eine Art Hefeteig, umgeben von  karamellisiertem Zucker, der anschließend zum Beispiel in Zimt und Zucker, Kakao oder Kokosraspeln gewälzt wird.

Ich denke alle Ungarn mögen die Baumstiezel sehr :-) und hoffentlich werden sie in Deutschland genauso beliebt.

Was wünschst Du Dir für die Zukunft der süßen Ungarin? 

Es wäre schön, wenn ich mein Geschäft erweitern könnte, vielleicht auch mit Lieferungen. Und ich würde gerne mehr Torten backen, weil mir das viel Spaß macht und ich dabei sehr kreativ sein kann :-)

Gibt es noch etwas anderes, dass Dir am Herzen liegt und du gerne mitteilen möchtest?

Meine Mutter hat auch einen kleinen Laden auf der Rüttenscheider Straße. Er heißt „Nicht nur süße“ und sie backt dort Pfannkuchen. Ich denke, du warst auch schon mal dort…
[Anmerkung von Ruhrmama: Stimmt! Das hat sich ja schnell rumgesprochen ;-)]

Vielen Dank für das Interview!

Wie ihr also gerade erfahren habt, hat die Mama der süßen Ungarin also auch noch einen Laden, der Palatschinken verkauft, allerdings nicht nur in der süßen Version und dementsprechend heißt er „Nicht nur süße“. Man bekommt hier ungarische Pfannkuchen in süß und herzhaft und nebenbei auch ein nettes Gespräch sowie viele Informationen für einen möglichen Ungarn-Urlaub.

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Die süße Ungarin
Bismarckstr. 13 / Zindelstr. 14
45128 Essen
01577.8402755
die.suesse.ungarin (at) gmail.com

Öffnungszeiten: Mo-Fr 7:15-16:30 Uhr

Mehr erfahrt ihr unter:
www.facebook.com/suesseungarin

Nicht nur Süße
Rüttenscheider Str. 206
45131 Essen
01523.7178211

Öffnungszeiten: Di-Sa 11-21 Uhr, So 11-15 Uhr<

Mehr erfahrt ihr unter:
facebook.com/nichtnursuesse

 

Liebe Grüße

Unterschrift Ruhrmama

P.S. Alle Neuigkeiten erfährst du auf meiner Facebook-Seite: www.facebook.com/mamainessen

8 Kommentare

  1. Und schon war ich da! Natürlich nur, um zu erfahren, wie man „Kürtöskalács“ richtig ausspricht ;-)
    Danke für den Tipp, der mich via Twitter erreichte.

  2. Anikó sagt

    Danke für den Tipp! Ich muss die süße Ungarin auf jeden Fall kennen lernen und ihre Kürtőskalács kosten. :P

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