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Erdbeeren pflücken in Essen und Umgebung

Es ist Erdbeerzeit und dieses Mal hatte ich den Anspruch dem Ruhrkind zu zeigen, dass Erdbeeren auf einem Feld wachsen und dass man für eine kleine Schale ganz schön in die Knie gehen muss. Ehrfurcht und Liebe zum Essen schaden ja nicht.

Erster Kommentar vom Ruhrkind auf meine freudige Kunde, dass wir heute *tadaaaa* zum Erdbeerpflücken fahren würden: „Regnet es da?“
Ich geb zu, ich brauchte ein bisschen um die Frage zu verstehen, denn es gab strahlenden Sonnenschein und sommerliche Temperaturen an diesem Tag. „Warum denkst du das? Die Sonne scheint heute doch so schön…“
„Ja, aber beim Äpfelpflücken war es so…“
Jetzt dämmerte es, ja genau Äpfel haben wir letztes Jahr im Herbst selber gepflückt und es regnete in Strömen (s. Bericht „Der Läpkeshof in Dümpten“). 

Heute war aber das absolute Gegenteil der Fall.

Nach einer kurzen Recherche fiel unsere Wahl auf den schön gelegenen Dümptener Hof, wo wir die wunderbarsten Erdbeeren pflücken konnten.

So ganz unanstrengend war das nicht, denn das Kind hatte sehr genaue Vorstellungen bezüglich der Qualität der Erdbeeren. „Zu matschig, Mama. Zu klein. Zu schimmelig.“ Genug schöne Erdbeeren haben wir aber trotzdem gefunden :)

Kleiner Tipp: Für Kinder unbedingt einen kleinen Eimer mitnehmen und Kopfbedeckung und Wasser nicht vergessen.

Wer jetzt Lust bekommen hat, findet weitere Infos zum Erdbeerpflücken auf dem Dümptener Bauernhof hier: duemptener-bauernhof.de/produkte/erdbeeren.html

Andere Möglichkeiten, mit eigenen Händen an Erdbeeren zu kommen, findet ihr auch auf diesen Seiten:

coolibri.de/redaktion/unterwegs/erdbeerfelder-im-pott

derwesten.de/endlich-erdbeer-zeit-wir-verraten-dir-wo-du-die-besten-fruechte-im-ruhrgebiet-pfluecken-kannst

Viel Spaß beim Pflücken!

New York im Frühling

Großes Glück hatte ich letztes Jahr, als ich gemeinsam mit einer Freundin und meinem Patenkind nach New York fliegen konnte. Ich bin immer noch so dankbar für die Reise! Da ich eigentlich einen großen Blogbeitrag versprochen hatte, dafür aber letztes Jahr zu wenig Zeit war, hole ich das nun schnellstens nach und nehme euch mit einer Fotostrecke mit in diese beeindruckende Stadt.

New York im Frühling war genau die richtige Jahreszeit für mich Frostbeule. Nicht mehr bibbrig kalt, aber auch nicht brüllend heiß und überall so schön zartes Grün.

Absolutes Highlight für mich als Naturkind war der Besuch des „American Museum of Natural History“, wie grandios die tollen Dioramen und Exponate noch und nöchter. Staunen pur.

Obwohl ich selber nicht mit Kleinkind da war, hab‘ ich mich gefragt, wie es wohl gewesen wäre den Knirps dabei zu haben und ich denke, dass hätte ganz gut funktioniert. Was für eine Frage auch, denn natürlich leben auch in NYC Kinder – wenn auch in einer ziemlich wuseligen Umgebung.

Aber es gibt ja genug ruhige Ecken. Kontrastreichtum – das kann New York.

Was mich schwer beeindruckt hat und ich mir sehnlichst für Essen wünsche, ist die Highline von New York. Nicht die Skyline hat mein Herz erobert, sondern die Highline. Ganz zarte Versuche gibt es ja in Mülheim zwischen Hauptbahnhof und Ruhr.

Was mein Kind über New York denkt, erfuhr ich letztens erst, als ich Richtung Hbf in Essen unterwegs war und wir an der Bismarkstatue vorbeifuhren. „Mama, da warst du doch. Das ist die Statue.“ Ja, genau, ganz fast ist sie das :)

Bei unsere Reise war eine gewisse „Oma“ mit von der Partie, eine Playmobiloma, die immer dort ist, wo es viel zu entdecken gibt und Star vieler vieler Fotos, die noch auf Veröffentlichung warten. Vor allem den Metroplan lesen konnte Oma ziemlich gut und hat uns das ein oder andere Mal ausgeholfen…

Der Prospekt Park Zoo ist dann eher klein und wenig zoologisch, aber für einen Besuch mit Kindern auf jeden Fall geeignet.

Interessant auch das „Lefferts Historic House“, ein Bauernhaus, das von einer niederländischen Familie im 18. Jahrhundert auf dem Gelände des heutigen Prospekt Parks errichtet wurde und heute besichtigt werden kann.

Auch wenn ich nicht mit Kind unterwegs bin, Spielplätze fallen mir immer ins Auge. Man könnte meinen, ich habe so etwas wie einen eingebauten Sensor dafür seitdem ich Mama bin.

Gar nicht satt sehen konnte ich mich an den Häusern in Brooklyn, die mir fast kulissenhaft erschienen und mich in den ein oder anderen New York Film versetzten.

Was für Kontraste an einem Tag. Gerade ist man noch inmitten einer grünen Stadtparkoase, wie hier dem Forest Park…

… und später kann man dann vom Empire State Building die Skyline bestaunen und sich dabei unglaublich klein fühlen.

Klein, unwirklich, entfremdet – diese Gefühle hatte ich schnell angesichts der Höhe, des Tempos und der Bebauungsdichte der Stadt. Allein im Strom der Fußgänger zur Rush-Hour mitzuschwimmen und bloß nicht stehenzubleiben, denn sonst fällt man als Tourist sofort auf, gibt ein kleines Gefühl von der Schnelllebigkeit, mit der New York einen überrumpelt. Und stehenbleiben wollte ich oft genug, stehenbleiben und fotografieren, also festhalten, was sonst wieder verloren ginge.

Ein bisschen Ruhrgebiet habe ich dann auch noch gefunden, und zwar Fotografien von Hilla und Bern Becher, die Industrie in Duisburg-Bruckhausen und Bochum-Hordel zeigen.

Und dann ging sie auch schon zu Ende die kleine große Reise, für die ich Euch liebe K. + L. nochmal so richtig fett Danke sagen möchte. Ihr seid die Größten für mich!

Ausflugstipp: Das Gartenhaus zu den 4 Schafen bei den 5 Gänsen

Heute haben wir endlich wieder einen neuen Tipp für eine schöne Location. Die liebe Lena aus Oberhausen hat uns geschrieben, dass Sie Euch gerne das „Das Gartenhaus“ in Oberhausen vorstellen möchte :) Viel Spaß mit dem schönen Ausflugstipp & ein großes Danke an Lena!


Stellt euch vor, ihr kommt bei eurem wöchentlichen Sonntagsspaziergang entlang des nahezu idyllischen Läpkes Mühlenbachs (an der Grenze zwischen Oberhausen und Essen) an einem rosenbewachsenen Gartentor vorbei. Auf einem Metallschild stehen Öffnungszeiten und man sieht einen Pfad, der zu einem Häuschen führt, der dem Ofen der Hexe von Hänsel und Gretel zum Verwechseln ähnlich sieht.

Mitten im Grünen, entfernt von irgendwelchen Straßen, findet man das Café „Gartenhaus zu den 4 Schafen bei den 5 Gänsen“ in Oberhausen. Die vier Schafe sind schnell gefunden, neben dem Backhäuschen führt ein kleiner Pfad zu der Wiese und die Schafe können bestaunt und gefüttert werden. Auch die 5 Gänse sind leicht zu finden, man muss einfach dem lauten Schnattern folgen (Vorsicht, der Gänserich zwickt manchmal).

Die eigentliche Attraktion ist natürlich das wunderschöne Café an sich: Im Sommer gibt es einen einladenden Biergarten, aber auch im Winter kann man bei Sonnenschein wunderbar in Decken gehüllt draußen sitzen.

Bei nicht so schönem Wetter geht es in den sehr gemütlichen Innenbereich des kleinen Cafés. Hier kann man sich an dem Kamin aufwärmen und die verschiedenen Köstlichkeiten des Cafés genießen.

Die selbst gebackenen Kuchensorten wechseln ständig und ich weiß gar nicht, welcher der leckerste ist (besonders zu empfehlen: Schokoladen-Himbeer-Tarte). Falls man keine Lust auf Kuchen hat (oder dieser bereits aufgegessen ist – was an einem sehr sonnigen Sonntag passieren kann), gibt es als Alternative Waffeln.

Im Sommer hat das Gartenhaus auch freitags (ab 17 Uhr) geöffnet. Dann hat auch der Hexenofen seine Funktion: Bei schönem Wetter wird dort freitags und samstags ab 17 Uhr frischer Flammkuchen gebacken. Man kann also entspannt seinen (Flamm-)Kuchen und seinen Milchkaffee im Biergarten genießen, während die Kinder auf dem naheliegenden kleinen Spielplatz unter einer großen Kastanie rutschen, schaukeln und buddeln können.

Dass das Café ein umgebautes Vereinsheim ist, ist nicht mehr zu erkennen. Liebevoll wurde es umgestaltet und dekoriert. Im Eingangsbereich gibt es ein paar Dekoartikel, die gekauft werden können.

Das Café hat darüber hinaus einige Veranstaltungen zu bieten: Sehr zu empfehlen ist die tea time, bei der man für 29 € pro Person einen wunderschönen Nachmittag mit Sekt, englischem Tee und vielen Leckereien verbringen kann.

Zudem gibt es am ersten Adventswochenende einen kleinen Weihnachtsmarkt und an Ostersamstag ein Osterfeuer.

Das einzige Manko des Gartenhauses ist, dass es nur am Wochenende geöffnet hat, denn es wäre täglich einen Besuch wert.

Das Gartenhaus zu den 4 Schafen bei den 5 Gänsen

Öffnungszeiten: Samstag & Sonntag 14 – 18 Uhr (im Sommer auch Freitag ab 14 Uhr)
Anschrift: Hausmannsfeld 102 in Oberhausen (Man kann an der Straße parken und das letzte kurze Stück gut laufen)
Mehr Infos unter: facebook.com/Gartenhaus0405/?rf=926911827377760

Auflugstipp: Der Heidhof in Bottrop

Nix wie raus! Ab ins Grüne!

Danach sehne ich mich zur Zeit sehr und freue mich über jeden Ausflug in die Natur. Mit Grün ist ja leider im Moment nicht mehr viel, aber trotzdem Waldluft schnuppern, weichen Waldboden unter den Füßen, modrigen Herbstgeruch wahrnehmen – Natur erleben geht auch im Herbst.

Kennt ihr schon den Heidhof in Bottrop? Das ist für mich ein wirklich lohnenswertes Ausflugsziel für alle Jahreszeiten.

Genauer gesagt handelt es sich bei Heidhof um ein sogenanntes „Waldkompetenzzentrum“. Es gibt hier eine Umweltpädagogische Station und eine kleine Dauerausstellung zum Thema „Wald-Baum-Holz“, die kindgerecht Wissenswertes zum Lebensraum und Waldbewohnern vermittelt. Ganz zauberhaft gemacht, finde ich :) Aber ihr müsst schnell sein, dieses Jahr hat die Ausstellung nur noch in den Herbstferien auf.

Die Ausstellung ist wirklich klein und danach geht es sofort raus in die Natur. Wer noch etwas Stärkung braucht, kann am Kiosk auf dem Heidhof etwas zu Trinken, Eis, Kuchen oder etwas Herzhaftes kaufen. Bei schönem Wetter wird auch gegrillt. Ab den Herbstferien schließt der Kiosk leider bis Ostern, aber man kann sich ja auch gut selber Verpflegung einpacken. Schönwettertipps gibbet hier nich auf’m Blog ;-)

Das Schönste am Heidhof für Kids ist natürlich der große Waldspielplatz. Wow, hier kann man echt richtig krass toben!

Nach einem solchen Spielplatzbesuch sind auch die Hummeln aus’m Po weg und man kann sich in Ruhe auf einen Waldspaziergang einlassen.

Je nach Jahreszeit kann man hier allerhand entdecken, ob kleine Bachflohkrebse im Schwarzbach…

oder Schnecken und Frösche auf dem Waldboden…

Am besten eine kleine Becherlupe mitnehmen. Sorgsamer Umgang mit Tieren und Pflanzen versteht sich ja von selbst – hoffe ich :)

Der Heidhof bietet übrigens auch einen Jugendzeltplatz an und drei Grillplätze, die gemietet werden können: Einen Grill auf dem Hofgelände, eine Grillhütte am Hof und eine auf der Liegewiese. Frühzeitige Anmeldung ist empfohlen. Im Winter kann man auch Kaminholz und Wildbret auf dem RVR-eigenen Forsthof kaufen.

Kurz vor Weihnachten gibt es auch einen Weihnachtsmarkt, vielleicht schonmal in den Kalender eintragen:

Wild & Weihnacht – Weihnachtsmarkt auf dem Heidhof
Sonntag, 10.12.17, 10–17 Uhr

Waldkompetenzzentrum Heidhof
Zum Heidhof, Bottrop Kirchhellen
(Mit dem Auto darf der Heidhof nicht direkt angefahren werden. Parken kann man am Parkplatz Kletterpoth und am Parkplatz der Schachtanlage Haniel am Alten Postweg. Von dort ist der Heidhof zu Fuß zu erreichen. Die Anfahrt ist auf der Internetseite ausführlich beschrieben.)

Öffnungszeiten Ausstellung: ab Beginn der Osterferien bis Ende der Herbstferien,
Sa, So & feiertags: 11-17 Uhr, Mo-Fr: nach Vereinbarung, Eintritt Ausstellung: Kinder 1 Euro, Erwachsene 2 Euro

Öffnungszeiten Kiosk: von Ostern bis zu den Herbstferien täglich 10-19 Uhr

Mehr Infos unter: metropoleruhr.de/freizeit-sport/natur-erleben/waldkompetenzzentrum-heidhof.html

 Liebe Grüße

Ausflugstipp: Das Neanderthal Museum in Mettmann

Lust auf eine Reise in die Vergangenheit, auf ein bisschen Menschheitsgeschichte, auf einen schönen Herbstspaziergang?

Dann ist das Neanderthal Museum in Mettmann vielleicht ein lohnendes Ausflugsziel für euch.

Irgendwie finde ich einen Besuch gerade zu Halloween eine schöne Alternative, denn alte Knochen, Schädel und sogar ein Gehirn gibt es hier auf jeden Fall auch!

Im Neanderthal Museum könnt ihr euch auf eine Zeitreise durch rund 4 Millionen Jahre Menschheitsgeschichte begeben und zentralen Fragen wie „Wo kommen wir her?“ und „Wo gehen wir hin?“ nachgehen.

Auch philosophisch kann man hier durchaus werden, wenn man z.B. die Rekonstruktion eines möglichen Begräbnisses und eine trauernde Neanderthalerfrau betrachtet. Was macht den Menschen zum Menschen? Wie haben sich soziale Gefüge beim Menschen entwickelt? Was sind Gefühle, was ist Verstand?

Lebensgroße Figuren geben einen Einblick, wie unsere Vorfahren ausgesehen haben könnte und das ist z.T. ganz schön erstaunlich…

Hier ein Australopithecus…

… und ein Neanderthaler.

Gäbe es den Neanderthaler heute noch, würden wir ihn erkennen?

Schön finde ich, dass das das Museum Möglichkeiten des Mitmachens bereit hält und es an jeder Stelle etwas zu entdecken gibt.

Zu Beginn des Besuches kann man sich einen praktischen Audioguide ausleihen. Während des Rundgangs gibt es verschiedene Möglichkeiten selber aktiv zu werden, z.B. durch Forscherboxen.

Man kann sich gut informieren (z.B. über die neolithische Speisekarte oder ein Paläogenetik-Labor), wird aber auch nicht erschlagen mit Informationen. Viele Veranstaltungen und Sonderausstellungen des Museums machen einen Besuch auch zum xten Mal nicht langweilig. Als wir da waren, gab es z.B. gerade eine Playmobilsonderausstellung mit großer Spielfläche, zu unser aller großen Freude.

Aktuell gibt es z.B. die Sonderausstellung

2 Millionen Jahre MIGRATION,

die deutlich macht, dass wir alle Migrationsgeschichte in uns tragen.

Nach dem Museumsbesuch sollte man unbedingt noch durch das schöne Neandertal wandern und z.B. das Wildgehege besuchen.

Neanderthal Museum
Talstr. 300
40822 Mettmann
02104.9797-0
museum (at) neanderthal.de

Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr (auch an Feiertagen)

Liebe Grüße

Familienurlaub im Baltikum: Tallinn, Pärnu und Estland (Teil 2/2)

Dies ist der zweite Teil unseres Baltikum-Reiseberichts. Den ersten Teil findet ihr hier: „Familienurlaub im Baltikum: Riga und Lettland (Teil 1/2)“

Und dann kommt auch schon Estland. Direkt mit Grenzübertritt wird klar: Hier ist mehr Geld geflossen nach der Wende, hier ist alles ein bisschen moderner und chicker als in Lettland. Ein bisschen skandinavisch. Die Straßen z.B. werden schlagartig besser. Wir steuern Tallinn an.

Tallinns Altstadt hat sich sichtlich herausgeputzt. Toll sieht das aus, bedeutet aber auch viel mehr Touristen als in Riga und ist uns schon fast wieder zu viel, nach der ganzen Ruhe der letzten Tage.

Überhaupt finden wir das am Besten bisher: diese Ruhe, wenige Menschen, wenig Hektik (von verstopften Straßen in Riga abgesehen), das Gefühl die Autobahnen gehörten uns alleine :-)

Tallinn gefällt uns nach kurzer Zeit immer besser und besser: Wir gehen den Domberg hinauf, blicken über die Altstadt, fahren an den Stadtrand in den grünen Vorort Kadriorg und besuchen Tallinns Badestrand.

Viel Sonne und trotzdem zu kalt zum Baden. Ein Badeurlaub ist das nicht, aber barfuß im Sand und mit den Füßen im Wasser ist auch schön, auch wenn ich das Schwimmen ein wenig vermisse.

Wenn man Tallinn besucht, dann ist Kadriorg super für Kinder: grüne Wiesen, das Meer in der Nähe, ein großer Spielplatz und ein kleiner Vergnügungspark – da kommt das Ruhrkind voll auf seine Kosten.

Empfehlenswert: Das Kindermuseum „Miiamilla“ v.a. für kleinere Kinder – es ist klein, aber liebenswert gemacht.

Auch Tallinn hat eine „Hipster Area“:  Das Kreativenviertel Telliskivi.

 

Hier gibt es viel zu entdecken:

Ganz entspannte Atmosphäre, nette Läden, auch ein schöner Store für Kindersachen („Nona„) und Street-Food-Gastronomie. Und man kann mit Kind super gut essen gehen, z.B. im Peatus. Kostenloses WLAN im öffentlichen Raum ist in Estland übrigens Standard, denn die estnische Verfassung garantiert ihren Bürgern den Zugriff auf das Internet.

Am stärksten beeindruckt hat uns der „Balti Jaam Train Station Flea Market“, ein russischer Markt, den man auf jeden Fall besuchen sollte.

Noch mehr Insidertipps wie diesen kann man hier gut nachlesen.

Einen Ausflug von Tallinn aus ist auf jeden Fall die naturbelassene Küste von Keila-Joa wert. Hier kann man u.a. einen schönen Wasserfall in einer Parklandschaft aus dem 19. Jh. bestaunen, durch wilde Wälder wandern und schöne Sandstrände entdecken.

Was mir sehr am Herzen liegt ist das Restaurant „Umami„, das ich euch noch unbedingt bei einem Aufenthalt in Tallinn empfehlen möchte. Hier kann man in einem wunderschönen Apfelbaumgarten mit Kind wundervoll, ja wenn nicht fantastisch lecker essen und das verhältnismäßig günstig. Wenn Tallinn, dann Umami :-)

Von Tallinn aus lässt sich auch prima ein Teil der estnischen Natur erkunden, wie z.B. bei einer Wanderung durch ein Moor. Auf der offiziellen Tourismus-Seite Estlands „visit estonia“ kann man sich super über alles Wichtige rund um die Reise informieren von schönen Unterkünften bis zu interessanten Ausflugszielen.

Wir haben dort extra nach einer buggykompatiblen Wanderung gesucht und so eine leicht zugängliche Wanderstrecke durch das Hochmoor Viru gefunden (Fahrzeit von Tallinn aus: ca. 45 min., Standort: Kuusalu vald, Harju maakond, Dauer: 6 km Länge über einen Bohlenweg bis zu einem Aussichtsturm).

So konnten wir einen Großteil des Weges alle zusammen laufen, inklusive Buggy.

      

In guter Erinnerung ist mir auch ein Ausflug nach Jõelähtme geblieben. Dort kann man bei einer kleinen Wanderung einen alten verlassenen Leuchtturm anschauen.

Als Start- und Endpunkt der kleinen Wanderung eignet sich für Familien gut das Familienrestaurant „Wana Kala Kõrts“ (Neeme küla, 74226 Jõelähtme) mit Spielplatz in der Nähe.

Auch mit unserer Airbnb-Ferienwohnung in Tallinn hatten wir Glück: sehr sauber, modern und mit großer Spielkiste ausgestattet.

Ach, die Tage gingen einfach zu schnell und wenn ich jetzt so schreibe, dann überlege ich ernsthaft, ob wir den nächsten Urlaub wieder dort verbringen sollen. Leider stehen nur noch andere Reiseziele auf meiner Liste und so bin ich mir nicht ganz sicher, ob es ein baldiges Wiedersehen mit dem Baltikum gibt. Was eigentlich sehr schade wäre…

Am Ende unsere kleinen Baltikums-Tour stand jedenfalls der Küsten- und Badeort Pärnu, wo wir herzlich in einer sehr geschmackvollen Wohnung empfangen wurden. Und wie schön die eingerichtet war! Von außen sozialistische Platte und von innen ein Traum in Weiß und Holz :)

Auch in Pärnu hatten wir leider nicht das Badewetter, das ich mir still und heimlich herbeigesehnt hatte, auch wenn mir klar war, dass das Risiko kalter Temperaturen im Baltikum immer da ist.

Ein Tipp noch zum Schluß: Da Airbaltic für unseren Buggy im Gegensatz zu anderen Airlines einen satten Aufschlag wollte, haben wir uns entschieden, einen Buggy über eine Verleihfirma für Baby Ausstattung zu leihen: Bei Okid in Riga konnten wir problemlos vorher reservieren und dann wie vereinbart unsere Sachen (wir haben noch ein Baby-Reisebett dazu genommen) abholen.

Tschüss, Estland – tschüss, Baltikum!

Liebe Grüße