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Familienurlaub im Baltikum: Tallinn, Pärnu und Estland (Teil 2/2)

Dies ist der zweite Teil unseres Baltikum-Reiseberichts. Den ersten Teil findet ihr hier: „Familienurlaub im Baltikum: Riga und Lettland (Teil 1/2)“

Und dann kommt auch schon Estland. Direkt mit Grenzübertritt wird klar: Hier ist mehr Geld geflossen nach der Wende, hier ist alles ein bisschen moderner und chicker als in Lettland. Ein bisschen skandinavisch. Die Straßen z.B. werden schlagartig besser. Wir steuern Tallinn an.

Tallinns Altstadt hat sich sichtlich herausgeputzt. Toll sieht das aus, bedeutet aber auch viel mehr Touristen als in Riga und ist uns schon fast wieder zu viel, nach der ganzen Ruhe der letzten Tage.

Überhaupt finden wir das am Besten bisher: diese Ruhe, wenige Menschen, wenig Hektik (von verstopften Straßen in Riga abgesehen), das Gefühl die Autobahnen gehörten uns alleine :-)

Tallinn gefällt uns nach kurzer Zeit immer besser und besser: Wir gehen den Domberg hinauf, blicken über die Altstadt, fahren an den Stadtrand in den grünen Vorort Kadriorg und besuchen Tallinns Badestrand.

Viel Sonne und trotzdem zu kalt zum Baden. Ein Badeurlaub ist das nicht, aber barfuß im Sand und mit den Füßen im Wasser ist auch schön, auch wenn ich das Schwimmen ein wenig vermisse.

Wenn man Tallinn besucht, dann ist Kadriorg super für Kinder: grüne Wiesen, das Meer in der Nähe, ein großer Spielplatz und ein kleiner Vergnügungspark – da kommt das Ruhrkind voll auf seine Kosten.

Empfehlenswert: Das Kindermuseum „Miiamilla“ v.a. für kleinere Kinder – es ist klein, aber liebenswert gemacht.

Auch Tallinn hat eine „Hipster Area“:  Das Kreativenviertel Telliskivi.

 

Hier gibt es viel zu entdecken:

Ganz entspannte Atmosphäre, nette Läden, auch ein schöner Store für Kindersachen („Nona„) und Street-Food-Gastronomie. Und man kann mit Kind super gut essen gehen, z.B. im Peatus. Kostenloses WLAN im öffentlichen Raum ist in Estland übrigens Standard, denn die estnische Verfassung garantiert ihren Bürgern den Zugriff auf das Internet.

Am stärksten beeindruckt hat uns der „Balti Jaam Train Station Flea Market“, ein russischer Markt, den man auf jeden Fall besuchen sollte.

Noch mehr Insidertipps wie diesen kann man hier gut nachlesen.

Einen Ausflug von Tallinn aus ist auf jeden Fall die naturbelassene Küste von Keila-Joa wert. Hier kann man u.a. einen schönen Wasserfall in einer Parklandschaft aus dem 19. Jh. bestaunen, durch wilde Wälder wandern und schöne Sandstrände entdecken.

Was mir sehr am Herzen liegt ist das Restaurant „Umami„, das ich euch noch unbedingt bei einem Aufenthalt in Tallinn empfehlen möchte. Hier kann man in einem wunderschönen Apfelbaumgarten mit Kind wundervoll, ja wenn nicht fantastisch lecker essen und das verhältnismäßig günstig. Wenn Tallinn, dann Umami :-)

Von Tallinn aus lässt sich auch prima ein Teil der estnischen Natur erkunden, wie z.B. bei einer Wanderung durch ein Moor. Auf der offiziellen Tourismus-Seite Estlands „visit estonia“ kann man sich super über alles Wichtige rund um die Reise informieren von schönen Unterkünften bis zu interessanten Ausflugszielen.

Wir haben dort extra nach einer buggykompatiblen Wanderung gesucht und so eine leicht zugängliche Wanderstrecke durch das Hochmoor Viru gefunden (Fahrzeit von Tallinn aus: ca. 45 min., Standort: Kuusalu vald, Harju maakond, Dauer: 6 km Länge über einen Bohlenweg bis zu einem Aussichtsturm).

So konnten wir einen Großteil des Weges alle zusammen laufen, inklusive Buggy.

      

In guter Erinnerung ist mir auch ein Ausflug nach Jõelähtme geblieben. Dort kann man bei einer kleinen Wanderung einen alten verlassenen Leuchtturm anschauen.

Als Start- und Endpunkt der kleinen Wanderung eignet sich für Familien gut das Familienrestaurant „Wana Kala Kõrts“ (Neeme küla, 74226 Jõelähtme) mit Spielplatz in der Nähe.

Auch mit unserer Airbnb-Ferienwohnung in Tallinn hatten wir Glück: sehr sauber, modern und mit großer Spielkiste ausgestattet.

Ach, die Tage gingen einfach zu schnell und wenn ich jetzt so schreibe, dann überlege ich ernsthaft, ob wir den nächsten Urlaub wieder dort verbringen sollen. Leider stehen nur noch andere Reiseziele auf meiner Liste und so bin ich mir nicht ganz sicher, ob es ein baldiges Wiedersehen mit dem Baltikum gibt. Was eigentlich sehr schade wäre…

Am Ende unsere kleinen Baltikums-Tour stand jedenfalls der Küsten- und Badeort Pärnu, wo wir herzlich in einer sehr geschmackvollen Wohnung empfangen wurden. Und wie schön die eingerichtet war! Von außen sozialistische Platte und von innen ein Traum in Weiß und Holz :)

Auch in Pärnu hatten wir leider nicht das Badewetter, das ich mir still und heimlich herbeigesehnt hatte, auch wenn mir klar war, dass das Risiko kalter Temperaturen im Baltikum immer da ist.

Ein Tipp noch zum Schluß: Da Airbaltic für unseren Buggy im Gegensatz zu anderen Airlines einen satten Aufschlag wollte, haben wir uns entschieden, einen Buggy über eine Verleihfirma für Baby Ausstattung zu leihen: Bei Okid in Riga konnten wir problemlos vorher reservieren und dann wie vereinbart unsere Sachen (wir haben noch ein Baby-Reisebett dazu genommen) abholen.

Tschüss, Estland – tschüss, Baltikum!

Liebe Grüße

Der Lepkeshof in Dümpten: Äpfel selber pflücken

Neulich waren wir endlich mal wieder im Hexbachtal spazieren. So nah und doch sind wir viel zu selten da, fand ich und habe baldige Wiederkehr gelobt. Da ist ja zum einen der schön gelegene Biergarten mit Spielplatz vom „Liebling im Mühlenbach„, der immer einen Abstecher wert ist. Zum anderen fiel mir aber auch der Lepkeshof auf, durch sein großes Schnittblumenfeld mit Sonnenblumen, Gladiolen und Dahlien zum Selbstschneiden.

Da mussten doch direkt ein paar Sonnenblumen mit nach Hause. Sonnenblumen, und mein Herz lacht! Ich spreche sogar mit denen; ich finde, dass die richtige Gesichter und eigene Charaktere haben ;-)

Jedenfalls habe ich dann ein Straßenschild vom Lepkeshof gesehen, auf dem stand, dass vom 7.9. bis 9.9.17 in der Zeit von 9-18 Uhr Äpfel zum Selbstpflücken verkauft werden.

Und so hab‘ ich mir heute trotz fiesen Regenwetters ein Herz gefasst, das Ruhrkind nach der Kita geschnappt und wir sind mit Gummistiefeln und Regenkleidung ausgerüstet los nach Oberhausen-Dümpten gefahren. Trotz Trotzphase kann man ja mit Äpfel pflücken nur gewinnen, dachte ich, und die Rechnung ging zum Glück auf.

Am Verkaufsstand informierten wir uns darüber, wie man Äpfel richtig pflückt und erfuhren, dass man sie von unten mit der Hand umschließt und dann nach oben hin leicht drehend abstreift. Ein reifer Apfel löst sich leicht vom Stamm, während ein Apfel, der noch Zeit für die Reifung benötigt, dies nicht tut.

Versteht sich von alleine, dass man dann auch nicht am Bäumchen zerren und reißen sollte. Ebenso ist es natürlich nicht erlaubt, auf dem Feld zu rennen, unter den Bäumen herzukriechen und die Absperrungen müssen beachtet werden.

Das Ruhrkind nahm das alles sehr ernst und so wurde jeder der rund 30 Äpfel, die wir heute gepflückt haben, gefragt, ob er denn mit uns nach Hause kommen wolle. Einige wollten, andere nicht und die habe ich dann theatralisch synchronisiert: „Lass mich hängen, ich mag noch nicht gepflückt werden.“

Gepflückt werden können die Sorten Gala (süß, guter Kinderapfel) und Elstar (süß-säuerlich) sowie eine dritte Sorte, deren Namen ich mir leider nicht gemerkt habe. Alle drei Sorten können vorher probiert werden und für das Ruhrkind war „Gala“ ganz klar der Favorit.

Die Mindestabnahmemenge beträgt übrigens 1 kg pro Kind und 2 kg pro Erwachsenen. Preislich kostet das Kilo ungefähr 1,50 Euro (Oder waren es 1,10 Euro? Irgendwie sowas…). Für ca. 3,08 kg haben wir jedenfalls 4,51 Euro bezahlt – wer mag rechnet jetzt zurück ;-)

Nach dem Äpfel pflücken ging es natürlich rüber zum Blumenfeld, noch ein paar Gladiolen und Sonnenblumen mitnehmen.

Erfolgreiche Ausbeute trotz Regenwetters und das Ruhrkind gab seinen Apfel nicht mehr her. Die sind aber auch lecker so frisch vom Baum!!!

Und wo wir gerade schonmal da waren, haben wir natürlich noch den Hofladen besucht, der neben Produkten vom eigenen Hof (zum Bespiel Apfelsaft) auch regionales Obst und Gemüse oder andere Produkte von schokolierten Apfelringen bis hin zu Milchreis, Wurst, Käse und Spirituosen anbietet.

Vollkommen nass aber sehr zufrieden, das kann ich als Fazit für heute ziehen. Frische Luft tut einfach immer gut und vielleicht fährt ja der ein oder andere von euch morgen auch noch hin zum Äpfel pflücken…?

Lepkeshof – Bauer Scheidt
Mühlenstr. 128
46047 Oberhausen
0208. 74016367

Öffnungszeiten des Bauernladens: Mo-Fr 9-18:30 Uhr; Sa 9-14 Uhr; So Ruhetag
Äpfel zu selberpflücken: Vom 31.8. bis 2.9.17 und 7.9. bis 9.9.17 (9-18 Uhr)
Blumenfeld: ganztägig in der Saison von 8.30 Uhr – Einbruch der Dunkelheit
Erdbeerfeld: Ab Mai/Juni – Anfang Juli täglich von 8.30-18 Uhr, sonntags bis 17 Uhr

Liebe Grüße


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Familienurlaub im Baltikum: Riga und Lettland (Teil 1/2)

„Was machst du da?“
„Einkaufen…“
„Und wo?“
„In Estland!“
„Was möchtest du einmal werden?“
„König.“
„Und wo?“
„In Estland!“

So oder ähnlich laufen viele Dialoge mit dem Ruhrkind nun schon seit mehr als einem Jahr ab, seit unserem Urlaub im Baltikum im Sommer letzten Jahres. Für den Knirps war unsere Rundreise offenbar nachhaltig beeindruckend, aber für uns nicht weniger. Denn wir haben mit dem Baltikum ein wunderschönes Reiseziel für Familien entdeckt, das ich euch heute auf dem Blog vorstelle.

Estland und Lettland kann man auf vielen Wegen bereisen (Auto, Flugzeug, Fähre), wir entschieden uns aufgrund des Zeitfaktors dazu, den Flieger zu nehmen und unseren Urlaub mit Mietwagen selber zu gestalten. Geflogen sind wir mit Airbaltic – die Airline bietet grundsätzlich viele Optionen sich eine Baltikumreise zusammenzustellen und von verschiedenen Orten aus hin- bzw. zurückzufliegen.

Unsere Unterkünfte haben wir mit Airbnb gebucht und damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Man kann im Suchfilter des Portals „familienfreundliche Unterkünfte“ herausfiltern und anhand der Fotos der Unterkunft i.d.R. die Eignung für den Aufenthalt mit Kind gut einschätzen.

Herausgekommen bei unserer Planung ist eine knapp 14-tägige Rundreise: Von Düsseldorf mit Airbaltic nach Riga, von Riga mit dem Mietwagen nach Tallinn, von Tallinn weiter nach Pärnu und zum Schluss wieder nach Riga mit Rückflug nach Düsseldorf.

Riga ist eine Stadt der Kontraste, in der sich unheimlich viel tut. Jugendstil und sozialistische Architektur, …

… marode bis baufällige und prospektreif sanierte Gebäude wechseln sich dicht an dicht ab und haben uns stark beeindruckt. Eine Stadt zum Träumen, denn die vielen (noch nicht sanierten) Jugendstilbauten regten meine Phantasie unheimlich an: Wer hat darin wohl schon alles gelebt? Wie wunderschön könnte dieses Gebäude wieder werden?

Die Innenstadt ist weitestgehend saniert und bietet an ihrem Rand – im Bastejkalns-Park und auf der Esplanāde – schöne Spielplätze für eine Pause.

Unsere Wohnung in Riga hatten wir für ein paar Tage auf der „Miera iela“ auch „Peace Street“ genannt, ein Kreativenhotspot oder besser eine „Hipster Area“ mit ein paar netten Geschäften und Cafés.

Das war ein richtiger Glückstreffer: Schöner Altbau mit Kinderbett, Spielsachen und gut gelegen. Bei Bedarf gebe ich gerne die Kontaktdaten weiter.

Oft wird ja von Riga als der neuen Trendhauptstadt gesprochen, das finde ich etwas übertrieben. Riga ist sympathisch unaufgeregt, an einigen Stellen wirklich heruntergekommen, und an anderen hip und modern. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ganz treffend hat das so ähnlich auch Fee vom Blog „Feeistmeinname“ geschrieben: „Kulinarik und Shoppen in Riga„.

Von Riga aus kann man gut einen Abstecher nach Jūrmala machen, ein Küstenort, den uns der Reiseführer als größten Kurort des Baltikums mit weißen Sandstränden und eleganten Sommervillen verkauft hat.

Einen Ausflug ist Jūrmala auf jeden Fall wert, aber so ganz erschließt sich uns der Charme leider nicht. Wir finden Jūrmala mehr spannend als wunderschön.

Was uns gut gefallen hat, war der Botanische Garten in Riga mit netten, kleinem Café und viel Ruhe.

Auch sehr schön: der Stadtteil Mežaparks (auf deutsch: Kaiserwald). Hier kann man im Grünen versteckte, großartige Villen bestaunen, den Zoologischen Garten besuchen oder …

… einfach nur durch den angrenzenden Park (mit Bootsanlegestelle) spazieren gehen.

Riesenspielplatz inklusive :-)

Am letzten Tag in Riga hatten wir noch das Glück, dass im Lucavsala-Park das Piens Festival 2016 stattfand, ein familienfreundliches Festival mit Openairkunst, Streetfood und ganz viel Musik.Unbedingt empfehlenswert für Familien in Riga, findet jedes Jahr im August statt. Auch hier gibt es einen mega-modernen Hammerspielplatz!

Auf der Weiterfahrt nach Tallinn nehmen wir noch die Kleinstadt Sigulda mit, am Rand des Gauja-Nationalparks im Grünen gelegen, mit einer Ordensburgruine und einem kleinen Schloss.

Tolle Spielplätze gibt es hier überall – gefühlt wie Sand am baltischen Meer ;-)

Linktipps

latvia.travel
liveriga.com

Und dann kam auch schon Estland, nachzulesen im 2. Teil unseres Baltikum-Reiseberichts: „Familienurlaub im Baltikum: Tallinn, Pärnu und Estland (Teil 2/2)“

Liebe Grüße

Meine Stadt mit Kind: Speyer (Gastbeitrag von Phinabelle)

Phinabelle“ ist ein ganz süßer Mama-Blog von Berenice aus Speyer. Aus der Toskana Deutschlands – wie sie selbst sagt – schreibt sie auf ihrem Blog über den Alltag als zweifache Mama und Frau – zwischen Kindern, Chaos und ganz viel Glück. Heute könnt ihr von Berenice erfahren, warum sich Speyer für einen Städtetrip mit Kind lohnt und was ihr euch dort unbedingt anschauen solltet. Viel Spaß und schaut mal auf dem Blog vorbei!

Vor neun Jahren bin ich nach Speyer gezogen und heute sage ich: Das ist meine Zuhause, hier bleibe ich! Speyer – die Toskana Deutschlands – ist eine tolle Stadt und ich freue mich, euch Tipps für einen Städtetrip zu geben und meine persönlichen Highlights zu zeigen.

Speyer liegt direkt am Rhein und hat ein tolles Klima. Wir haben wenig Regen und viel Sonne – perfekt für ein paar schöne Urlaubstage :-)

Übernachten
In Speyer gibt es einige Hotels, die meisten direkt in der Stadtmitte. Für Familien würde ich eine der vielen Ferienwohnungen empfehlen: Hier haben alle Platz und mit etwas Glück wohnt ihr direkt in der Altstadt. Alternativ gibt es hier auch eine sehr moderne Jugendherberge, direkt am Schwimmbad – falls es doch mal regnen sollte.

Sehenswürdigkeiten
Speyer ist bekannt für den Dom, seit über 1.000 Jahren das Wahrzeichen der Stadt und heute die größte erhaltene romanische Kirche Europas. Seit einigen Monaten kommt ihr über 300 Stufen auch auf die Aussichtsplattform und habt einen tollen Blick über die Stadt bis zu den Weinbergen. Umgeben ist der Dom von einer tollen Grünanlage, dem Domgarten. Hier könnt ihr spazieren gehen, gemütlich einen Kaffee trinken oder eine Runde Minigolf spielen. Weitere Kirchen liegen auf dem Weg durch die Stadt und sind ebenfalls einen Besuch wert.

(c) Phinabelle: Die 2000 Jahre alte freie Kreisstadt Speyer ist mit den vielen malerischen Ecken und Häusern immer eine Reise wert und erfreut die Besucher mit seinen zahlreichen Attraktionen, hier Blick auf die obere Maximilianstrasse, im Hintergrund der Speyerer Kaiserdom.

Nur wenige Meter neben dem Dom liegt das Historische Museum der Pfalz. Hier gibt es viel Kulturgeschichte und jährliche Sonderausstellungen. Für Kinder und Jugendliche werden besondere Führungen und Mitmach-Aktionen angeboten.

Im Technik-Museum seht ihr sehr alte Autos, Eisenbahnen, Schiffe und Flugzeuge. Auch der Außenbereich ist toll: Ihr habt die Möglichkeit, in ein U-Boot zu steigen oder eine Boeing 747 zu erkunden.

(c) Phinabelle

Lauft ihr in die andere Richtung, so kommt ihr direkt an den Rhein. Hier könnt Ihr an der Promenade entlang spazieren und Schiffe beobachten. Für eine Pause bieten sich diverse Restaurants und Cafés an sowie der Strandbar „Rheinstrand“ (geöffnet von April bis Oktober).

(c) Phinabelle

Am Anfang des Weges liegt das Schwimmbad „Bademaxx“, am Ende das Sealife. Hier gibt es eine tolle Unterwasserwelt mit vielen Meeresbewohnern und Spaß für die ganze Familie. Dort ist auch die Anlegestelle für die Schifffahrt, wo ihr eine kleine Auszeit direkt auf dem Wasser nehmen könnt. Und ihr findet dort auch unseren Lieblings-Italiener: das Porto Vecchio hat fantastisches Essen, eine schöne Außenterrasse und Kinder sind gerne gesehen!

Shopping
Auch einkaufen kann man in Speyer ganz wunderbar. Unsere Hauptstroß (hochdeutsch: Hauptstraße, namentlich: Maximilianstraße) ist unsere Shopping-Meile. Hier gibt es kleinere Boutiquen, größere Geschäftsketten und viele Eiscafés für eine verdiente Schlemmerei. Die Postgalerie beherbergt bekannte Geschäfte wie H&M, Depot, Vero Moda oder Esprit. Übrigens: wir Pfälzer sind ein sehr offenes Volk. Also fragt gerne, ob ihr Euch an einen Tisch dazu setzen dürft – so gibt es auch weitere Tipps aus erster Hand :-) Wenn ihr auf der Hauptstraße seid müsst ihr auch eine echte Speyrer Brezel in einem der Brezelhäuschen kaufen. Traditionell findet im Juli auch das Brezelfest statt – ein großes Volksfest mit viel Spaß.

Allgemein ist in Speyer immer etwas los: ob Frühjahrmesse, Kult(o)urnacht, Weinprobe oder das Altstadtfest – wir Speyrer feiern gerne :-)

Ich hoffe meine Tipps waren euch hilfreich. Wenn ihr weitere Fragen habt oder Ideen braucht, schreibt mich gerne an!

Alles Liebe,
Berenice

GEO-Tag der Natur auf Zollverein vom 17.-18.6.17

Ich habe heute Nora Scholpp von der NABU-Regionalstelle Ruhrgebiet getroffen. Der NABU ist Hauptveranstalter vom GEO-Tag der Natur, der dieses Jahr am 17. und 18. Juni auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen stattfindet.

Hallo Nora, schön, dass Du dir Zeit genommen hast uns heute vom GEO-Tag der Natur zu berichten. Erzähl doch mal, was hat es mit diesem Tag auf sich?

Am GEO-Tag der Natur soll zum einen die unglaubliche Artenvielfalt, die wir in Deutschland haben, erfasst werden, zum anderen wollen wir den Menschen zeigen, was sie draußen, direkt vor ihrer Haustür für einen Naturschatz finden können. Dieses Jahr steht der Tag unter dem Motto:  „Stadtnatur  – Wie grün sind unsere Städte?“.

Vereinfacht gesagt: Was blüht und gedeiht eigentlich in unseren Städten und Ballungsräumen? Und wie können wir die Artenvielfalt in unserer unmittelbaren Umgebung positiv beeinflussen? Der GEO-Tag der Natur 2017 am 17. und 18. Juni 2017 geht diesen und anderen Fragen in ganz Deutschland nach. Aber in Essen ist dieses Jahr die Zentralveranstaltung.

Und wie kam es dazu, den GEO-Tag der Natur nach Essen zu holen?

Die NABU-Regionalstelle Ruhrgebiet hat ihren Sitz auf dem ehemaligen Zechengelände. Vor zwei Jahren begannen die ersten Überlegungen die Hauptveranstaltung vom GEO-Tag der Natur auf dem Weltkulturerbe Zollverein stattfinden zu lassen. Nachdem klar war, dass Essen im Jahr 2017 Grüne Hauptstadt Europas wird, passte es natürlich wunderbar diese großartige Veranstaltung rund um Natur und Artenvielfalt nach Essen zu holen.

Für die Umsetzung der zweitägigen Aktion konnten wir als Projektpartner neben der RAG Montan Immobilien GmbH, die Stiftung Zollverein, das Ruhr Museum, die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet sowie die Emschergenossenschaft gewinnen.

Ok, jetzt weiß ich in etwa worum es geht, aber  was passiert an den beiden Tagen nun eigentlich genau?

Der Samstag (17.6.) ist der Forschertag. 24 h lang werden Forscher alle Areale des großen Geländes untersuchen und Arten bestimmen. Zollverein ist als Industriebrache ein Hotspot der Artenvielfalt, weit über 600 Tier- und Pflanzenarten wurden hier schon entdeckt. Und wir hoffen, dass es am 17. Juni noch mehr werden.

Für die Leser von Mama in Essen ist aber der Sonntag viel interessanter. Denn der Sonntag ist ein großes Familienfest – umsonst und draußen.

Ok, das hört sich toll an, was gibt es da alles zu erleben und zu sehen?

Los geht es schon um 10 Uhr! Auf dem Forum, direkt an der Rolltreppe, die ins Ruhrmuseum führt, gibt es den ganzen Tag ein Bühnenprogramm. Unter anderem mit Heiko Fänger, bekannt durch die Kinderlieder-CD  „Ingas Garten„.

Überhaupt gibt es viel Musik, wir laden alle Familien ein zum „Lust-Singen“. Die Melodien von bekannten Liedern werden gespielt, dazu gibt es die Texte auf der Leinwand. Und dann singen alle gemeinsam. Zum Beispiel die Vogelhochzeit – alle 25 Strophen. (Nora lacht jetzt laut)

Aber natürlich gibt es auch ganz viele Mitmachangebote. Es wird mit Naturmaterialien gebastelt, größere Kinder können Vogelkästen bauen, eine Schafherde wird vor Ort sein und es gibt auch die Klassiker wie Kinderschminken und eine Hüpfburg!

Den ganzen Tag über gibt es kind- und familiengerechte Führungen zu unterschiedlichen Themen. Ob Spinnen, Kräuter, Amphibien oder allgemeine Führungen über das Gelände, da ist wirklich für jeden was dabei.

Nora strahlt, wenn sie von den Angeboten erzählt. Man merkt, dass sie zwei Jahre lang mit Herzblut an der Vorbereitung gearbeitet hat und nun endlich dem Tag entgegenfiebert. Ich komme kaum hinterher mir alles zu notieren.

Für das leibliche Wohl sorgen vier Food-Trucks und ein Eiswagen, Getränke gibt es natürlich auch. Und bei schlechtem Wetter?

Es wird viele Pavillions geben, aber auch sonst gibt es viel überdachte Außenfläche auf dem Forum. Außerdem ist an dem Tag der Eintritt ins Ruhrmuseum frei. Und auch die Sonderausstellung „Grün in der Stadt Essen – Mehr als Parks und Gärten“ kann man kostenlos besuchen. Es gibt Führungen durch die Sammlung und ins Depot. Also Orte, die man in einem Museum sonst nicht zu Gesicht bekommt.

Und können die Besucher denn auch am Sonntag forschen?

Das ist uns ganz wichtig, zu zeigen, was für eine Artenvielfalt wir mitten in der Stadt haben. Kinder sind von Natur aus Entdecker und gehen ohne Vorbehalte und Ängste den Sachen auf den Grund. Unterstützt werden wir da zum Beispiel vom Lumbricus – dem Umweltbus. Hier können Kleinstlebewesen unter der Lupe betrachtet werden. Getreu dem Motto: „Man schützt nur was man kennt“. Wir wollen zeigen, welch großartige Natur wir mitten in der Stadt finden und warum wir diese schützen sollten.

Auf dem Markt der Möglichkeiten kann man stöbern, hier zeigen zahlreiche Stände ihre Angebote zu Natur- und Umweltbildung in NRW.

Natürlich gibt es auch ein Quiz und eine Verlosung. Und der Hauptpreis ist wirklich außergewöhnlich: der Gewinner darf den Namen einer auf Neuguinea neu entdeckten Heuschreckenart bestimmen.

Wow, da müsste ich jetzt aber erstmal lange überlegen. Oder zumindest die Heuschrecke mal sehen, vielleicht sieht sie ja jemandem ähnlich? ;)

An welche Altersstufen richtet sich das Angebot?

Uns war es wichtig, dass auch schon für die Kleinsten, so ab 3 Jahren etwa, was dabei ist. Ich, und auch viele meiner Kolleginnen und Kollegen haben selbst Kinder und wir haben uns bemüht, dass für alle Altersstufen etwas Passendes dabei ist und sich niemand langweilen muss. Denn als Eltern wissen wir natürlich: Sind die Kinder glücklich und entspannt, können die Eltern und Großeltern so ein Familienfest auch besser genießen.

Liebe Nora, danke dass uns alles erklärt hast, das hört sich wirklich großartig an! Wir freuen uns auf ein tolles Familienfest in Essen und wünschen euch gutes Wetter und zahlreiche Besucher!

So, und hier alle Infos für euch:

nrw.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/geo-tag-der-natur

geo-tagdernatur.de

facebook.com/geo.tagdernatur

Viel Spaß!
Saskia

Die Fotos sind urheberrechtlich geschützt und wurden uns vom NABU NRW für diesen Artikel zur Verfügung gestellt!

Schwimmbadtest: Das Copa Ca Backum in Herten. Mit Gewinnspiel!

Fast jeden Abend spielt sich seit einiger Zeit ein merkwürdiges Ritual ab: Das Ruhrkind entledigt sich seiner Anziehsachen, begleitet von den Worten „Ich gehe ins Schwimmbad.“ Das ist so ein Kita-Ding, bei dem ich nicht ganz durchblicke, der frühe Einfluß der noch jungen Peergroup. Jedenfalls kommt mir deshalb öfter der Gedanke, doch mal wieder in ein reales Schwimmbad zu gehen – das machen wir viel zu selten.

Etwas weiter weg liegt im Norden des Ruhrgebiets das Freizeitbad „Copa Ca Backum“ und wird von uns gerne hin und wieder für’s gemeimsame Familienplanschen genutzt.

Das Copa Ca Backum liegt in Herten im sogenannten Backumer Tal, einer weitläufigen Parkanlage mit mehreren Spielplätzen, Spaziergehwegen und verschiedenen Freizeitanlagen.

Vor dem Eingang steht ein für kleine Kinderhände besonderes Kunstobjekt, die sogenannte „Vegetative Säule“, an der beständig Wasser hinunterfließt. Hier muss man erstmal eine Weile stehen bleiben bis jede Kugel abgetastet worden ist.

Das Copa Ca Backum ist vor allem ein Schwimmbad für Familien.

(c) Copa Ca Backum Herten

Mit dem „Wasserspielgarten“ findet man hier einen separaten Kinderbereich mit Kinderbecken für kleinere Kinder, …

(c) Copa Ca Backum Herten

(c) Copa Ca Backum Herten

(c) Copa Ca Backum Herten

… aber auch eine Riesenrutsche für größere Kinder.

(c) Copa Ca Backum Herten

(c) Copa Ca Backum Herten

Das Besondere am Copa ist für mich allerdings der Kinderclub „Wasserflöhe“. Dieser bietet ein vielfältiges Angebot:

    • Flöhchentreff: Immer Samstags, Dienstags und Donnerstags können kleine Besucher bis 4 Jahre in der Strandzone mit allerlei Wasserspielzeug auf Erkundungstour gehen. Nähere Infos findet ihr hier: copacabackum.de/floehchentreff
    • Mama-und-Papa-Auszeit: An verschiedenen Tagen in der Woche bietet das Copa eine Art Kinderbetreuung an. Z.B. gibt es Dienstags und Samstags nach dem Flöhchentreff den „Spielspaß“ im Clubraum, sodass Mama und Papa die verschiedenen Saunen oder die Wellnesswelt nutzen können. Nähere Infos findet ihr hier: copacabackum.de/kinderclub
    • Babyschwimmen: Immer Samstags laufen reguläre Babyschwimmkurse.
    • besondere Veranstaltungen: An bestimmten Aktionstagen finden z.B. Wasserspiel-Nachmittage, Wasserdiscos oder Familiensaunen statt. Mehr unter: copacabackum.de/wasserflöhe
    • Kindergeburtstage: Für Kinder ab 6 Jahren können an bestimmten Tagen Kindergeburtstage mit verschiedenen Optionen gebucht werden, weitere Infos gibt es hier: copacabackum.de/kindergeburtstage

(c) Copa Ca Backum Herten

Ein weiterer Pluspunkt ist für mich die Saunalandschaft mit schöner Außenanlage, die wir bereits ohne Kind nutzen konnten.

(c) Copa Ca Backum Herten

(c) Copa Ca Backum Herten

Und von Mai bis September hat auch das Freibad geöffnet.

(c) Copa Ca Backum Herten

Generell haben wir uns bei unseren bisherigen Besuchen immer recht wohl gefühlt, das Bad hat einen guten Eindruck hinterlassen. Natürlich gilt wie immer: Wähle die Zeit mit Bedacht; ich persönlich finde zu volle Schwimmbäder oft anstrengend und versuche Stoßzeiten zu vermeiden.

Netterweise haben uns die Hertener Stadtwerke neben Fotos auch eine „Familien-Tageskarte für die Wasserwelt für zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder unter 16 Jahren“ zur Verlosung an euch zur Verfügung gestellt.

so-koennt-ihr-mitmachen

Hinterlasst einfach hier oder bei Facebook einen Kommentar zu diesem Bericht. Das Gewinnspiel läuft bis Sonntag, den 9.04.17, 23:59 Uhr. Der Gewinner wird unter allen Kommentaren ausgelost und per E-Mail oder PN benachrichtigt. Der Gewinn wird durch die Hertener Stadtwerke zugeschickt, die Adresse muss dazu mitgeteilt werden. Der Gewinn kann nicht gegen Bargeld ausgezahlt werden, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wer kein Glück haben sollte, probiert das Schwimmbad vielleicht trotzdem aus:

Copa Ca Backum
Über den Knöchel/Teichstraße
45699 Herten

Öffnungszeiten: copacabackum.de/oeffnungszeiten
Eintrittspreise: copacabackum.de/preise

Weitere familienfreundliche Schwimmbäder findest du in diesem Beitrag von MiE: „Schwimmen mit Baby: Geeignete Schwimmbäder in Essen und dem Ruhrgebiet“

Viele Grüße

 

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