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Auflugstipp: Der Heidhof in Bottrop

Nix wie raus! Ab ins Grüne!

Danach sehne ich mich zur Zeit sehr und freue mich über jeden Ausflug in die Natur. Mit Grün ist ja leider im Moment nicht mehr viel, aber trotzdem Waldluft schnuppern, weichen Waldboden unter den Füßen, modrigen Herbstgeruch wahrnehmen – Natur erleben geht auch im Herbst.

Kennt ihr schon den Heidhof in Bottrop? Das ist für mich ein wirklich lohnenswertes Ausflugsziel für alle Jahreszeiten.

Genauer gesagt handelt es sich bei Heidhof um ein sogenanntes „Waldkompetenzzentrum“. Es gibt hier eine Umweltpädagogische Station und eine kleine Dauerausstellung zum Thema „Wald-Baum-Holz“, die kindgerecht Wissenswertes zum Lebensraum und Waldbewohnern vermittelt. Ganz zauberhaft gemacht, finde ich :) Aber ihr müsst schnell sein, dieses Jahr hat die Ausstellung nur noch in den Herbstferien auf.

Die Ausstellung ist wirklich klein und danach geht es sofort raus in die Natur. Wer noch etwas Stärkung braucht, kann am Kiosk auf dem Heidhof etwas zu Trinken, Eis, Kuchen oder etwas Herzhaftes kaufen. Bei schönem Wetter wird auch gegrillt. Ab den Herbstferien schließt der Kiosk leider bis Ostern, aber man kann sich ja auch gut selber Verpflegung einpacken. Schönwettertipps gibbet hier nich auf’m Blog ;-)

Das Schönste am Heidhof für Kids ist natürlich der große Waldspielplatz. Wow, hier kann man echt richtig krass toben!

Nach einem solchen Spielplatzbesuch sind auch die Hummeln aus’m Po weg und man kann sich in Ruhe auf einen Waldspaziergang einlassen.

Je nach Jahreszeit kann man hier allerhand entdecken, ob kleine Bachflohkrebse im Schwarzbach…

oder Schnecken und Frösche auf dem Waldboden…

Am besten eine kleine Becherlupe mitnehmen. Sorgsamer Umgang mit Tieren und Pflanzen versteht sich ja von selbst – hoffe ich :)

Der Heidhof bietet übrigens auch einen Jugendzeltplatz an und drei Grillplätze, die gemietet werden können: Einen Grill auf dem Hofgelände, eine Grillhütte am Hof und eine auf der Liegewiese. Frühzeitige Anmeldung ist empfohlen. Im Winter kann man auch Kaminholz und Wildbret auf dem RVR-eigenen Forsthof kaufen.

Kurz vor Weihnachten gibt es auch einen Weihnachtsmarkt, vielleicht schonmal in den Kalender eintragen:

Wild & Weihnacht – Weihnachtsmarkt auf dem Heidhof
Sonntag, 10.12.17, 10–17 Uhr

Waldkompetenzzentrum Heidhof
Zum Heidhof, Bottrop Kirchhellen
(Mit dem Auto darf der Heidhof nicht direkt angefahren werden. Parken kann man am Parkplatz Kletterpoth und am Parkplatz der Schachtanlage Haniel am Alten Postweg. Von dort ist der Heidhof zu Fuß zu erreichen. Die Anfahrt ist auf der Internetseite ausführlich beschrieben.)

Öffnungszeiten Ausstellung: ab Beginn der Osterferien bis Ende der Herbstferien,
Sa, So & feiertags: 11-17 Uhr, Mo-Fr: nach Vereinbarung, Eintritt Ausstellung: Kinder 1 Euro, Erwachsene 2 Euro

Öffnungszeiten Kiosk: von Ostern bis zu den Herbstferien täglich 10-19 Uhr

Mehr Infos unter: metropoleruhr.de/freizeit-sport/natur-erleben/waldkompetenzzentrum-heidhof.html

 Liebe Grüße

Ausflugstipp zu Halloween: Das Neanderthal Museum in Mettmann

Lust auf eine Reise in die Vergangenheit, auf ein bisschen Menschheitsgeschichte, auf einen schönen Herbstspaziergang?

Dann ist das Neanderthal Museum in Mettmann vielleicht ein lohnendes Ausflugsziel für euch.

Irgendwie finde ich einen Besuch gerade zu Halloween eine schöne Alternative, denn alte Knochen, Schädel und sogar ein Gehirn gibt es hier auf jeden Fall auch!

Im Neanderthal Museum könnt ihr euch auf eine Zeitreise durch rund 4 Millionen Jahre Menschheitsgeschichte begeben und zentralen Fragen wie „Wo kommen wir her?“ und „Wo gehen wir hin?“ nachgehen.

Auch philosophisch kann man hier durchaus werden, wenn man z.B. die Rekonstruktion eines möglichen Begräbnisses und eine trauernde Neanderthalerfrau betrachtet. Was macht den Menschen zum Menschen? Wie haben sich soziale Gefüge beim Menschen entwickelt? Was sind Gefühle, was ist Verstand?

Lebensgroße Figuren geben einen Einblick, wie unsere Vorfahren ausgesehen haben könnte und das ist z.T. ganz schön erstaunlich…

Hier ein Australopithecus…

… und ein Neanderthaler.

Gäbe es den Neanderthaler heute noch, würden wir ihn erkennen?

Schön finde ich, dass das das Museum Möglichkeiten des Mitmachens bereit hält und es an jeder Stelle etwas zu entdecken gibt.

Zu Beginn des Besuches kann man sich einen praktischen Audioguide ausleihen. Während des Rundgangs gibt es verschiedene Möglichkeiten selber aktiv zu werden, z.B. durch Forscherboxen.

Man kann sich gut informieren (z.B. über die neolithische Speisekarte oder ein Paläogenetik-Labor), wird aber auch nicht erschlagen mit Informationen. Viele Veranstaltungen und Sonderausstellungen des Museums machen einen Besuch auch zum xten Mal nicht langweilig. Als wir da waren, gab es z.B. gerade eine Playmobilsonderausstellung mit großer Spielfläche, zu unser aller großen Freude.

Aktuell gibt es z.B. die Sonderausstellung

2 Millionen Jahre MIGRATION,

die deutlich macht, dass wir alle Migrationsgeschichte in uns tragen.

Nach dem Museumsbesuch sollte man unbedingt noch durch das schöne Neandertal wandern und z.B. das Wildgehege besuchen.

Neanderthal Museum
Talstr. 300
40822 Mettmann
02104.9797-0
museum (at) neanderthal.de

Öffnungszeiten: Di-So 10-18 Uhr (auch an Feiertagen)

Liebe Grüße

Familienurlaub im Baltikum: Tallinn, Pärnu und Estland (Teil 2/2)

Dies ist der zweite Teil unseres Baltikum-Reiseberichts. Den ersten Teil findet ihr hier: „Familienurlaub im Baltikum: Riga und Lettland (Teil 1/2)“

Und dann kommt auch schon Estland. Direkt mit Grenzübertritt wird klar: Hier ist mehr Geld geflossen nach der Wende, hier ist alles ein bisschen moderner und chicker als in Lettland. Ein bisschen skandinavisch. Die Straßen z.B. werden schlagartig besser. Wir steuern Tallinn an.

Tallinns Altstadt hat sich sichtlich herausgeputzt. Toll sieht das aus, bedeutet aber auch viel mehr Touristen als in Riga und ist uns schon fast wieder zu viel, nach der ganzen Ruhe der letzten Tage.

Überhaupt finden wir das am Besten bisher: diese Ruhe, wenige Menschen, wenig Hektik (von verstopften Straßen in Riga abgesehen), das Gefühl die Autobahnen gehörten uns alleine :-)

Tallinn gefällt uns nach kurzer Zeit immer besser und besser: Wir gehen den Domberg hinauf, blicken über die Altstadt, fahren an den Stadtrand in den grünen Vorort Kadriorg und besuchen Tallinns Badestrand.

Viel Sonne und trotzdem zu kalt zum Baden. Ein Badeurlaub ist das nicht, aber barfuß im Sand und mit den Füßen im Wasser ist auch schön, auch wenn ich das Schwimmen ein wenig vermisse.

Wenn man Tallinn besucht, dann ist Kadriorg super für Kinder: grüne Wiesen, das Meer in der Nähe, ein großer Spielplatz und ein kleiner Vergnügungspark – da kommt das Ruhrkind voll auf seine Kosten.

Empfehlenswert: Das Kindermuseum „Miiamilla“ v.a. für kleinere Kinder – es ist klein, aber liebenswert gemacht.

Auch Tallinn hat eine „Hipster Area“:  Das Kreativenviertel Telliskivi.

 

Hier gibt es viel zu entdecken:

Ganz entspannte Atmosphäre, nette Läden, auch ein schöner Store für Kindersachen („Nona„) und Street-Food-Gastronomie. Und man kann mit Kind super gut essen gehen, z.B. im Peatus. Kostenloses WLAN im öffentlichen Raum ist in Estland übrigens Standard, denn die estnische Verfassung garantiert ihren Bürgern den Zugriff auf das Internet.

Am stärksten beeindruckt hat uns der „Balti Jaam Train Station Flea Market“, ein russischer Markt, den man auf jeden Fall besuchen sollte.

Noch mehr Insidertipps wie diesen kann man hier gut nachlesen.

Einen Ausflug von Tallinn aus ist auf jeden Fall die naturbelassene Küste von Keila-Joa wert. Hier kann man u.a. einen schönen Wasserfall in einer Parklandschaft aus dem 19. Jh. bestaunen, durch wilde Wälder wandern und schöne Sandstrände entdecken.

Was mir sehr am Herzen liegt ist das Restaurant „Umami„, das ich euch noch unbedingt bei einem Aufenthalt in Tallinn empfehlen möchte. Hier kann man in einem wunderschönen Apfelbaumgarten mit Kind wundervoll, ja wenn nicht fantastisch lecker essen und das verhältnismäßig günstig. Wenn Tallinn, dann Umami :-)

Von Tallinn aus lässt sich auch prima ein Teil der estnischen Natur erkunden, wie z.B. bei einer Wanderung durch ein Moor. Auf der offiziellen Tourismus-Seite Estlands „visit estonia“ kann man sich super über alles Wichtige rund um die Reise informieren von schönen Unterkünften bis zu interessanten Ausflugszielen.

Wir haben dort extra nach einer buggykompatiblen Wanderung gesucht und so eine leicht zugängliche Wanderstrecke durch das Hochmoor Viru gefunden (Fahrzeit von Tallinn aus: ca. 45 min., Standort: Kuusalu vald, Harju maakond, Dauer: 6 km Länge über einen Bohlenweg bis zu einem Aussichtsturm).

So konnten wir einen Großteil des Weges alle zusammen laufen, inklusive Buggy.

      

In guter Erinnerung ist mir auch ein Ausflug nach Jõelähtme geblieben. Dort kann man bei einer kleinen Wanderung einen alten verlassenen Leuchtturm anschauen.

Als Start- und Endpunkt der kleinen Wanderung eignet sich für Familien gut das Familienrestaurant „Wana Kala Kõrts“ (Neeme küla, 74226 Jõelähtme) mit Spielplatz in der Nähe.

Auch mit unserer Airbnb-Ferienwohnung in Tallinn hatten wir Glück: sehr sauber, modern und mit großer Spielkiste ausgestattet.

Ach, die Tage gingen einfach zu schnell und wenn ich jetzt so schreibe, dann überlege ich ernsthaft, ob wir den nächsten Urlaub wieder dort verbringen sollen. Leider stehen nur noch andere Reiseziele auf meiner Liste und so bin ich mir nicht ganz sicher, ob es ein baldiges Wiedersehen mit dem Baltikum gibt. Was eigentlich sehr schade wäre…

Am Ende unsere kleinen Baltikums-Tour stand jedenfalls der Küsten- und Badeort Pärnu, wo wir herzlich in einer sehr geschmackvollen Wohnung empfangen wurden. Und wie schön die eingerichtet war! Von außen sozialistische Platte und von innen ein Traum in Weiß und Holz :)

Auch in Pärnu hatten wir leider nicht das Badewetter, das ich mir still und heimlich herbeigesehnt hatte, auch wenn mir klar war, dass das Risiko kalter Temperaturen im Baltikum immer da ist.

Ein Tipp noch zum Schluß: Da Airbaltic für unseren Buggy im Gegensatz zu anderen Airlines einen satten Aufschlag wollte, haben wir uns entschieden, einen Buggy über eine Verleihfirma für Baby Ausstattung zu leihen: Bei Okid in Riga konnten wir problemlos vorher reservieren und dann wie vereinbart unsere Sachen (wir haben noch ein Baby-Reisebett dazu genommen) abholen.

Tschüss, Estland – tschüss, Baltikum!

Liebe Grüße

Der Lepkeshof in Dümpten: Äpfel selber pflücken

Neulich waren wir endlich mal wieder im Hexbachtal spazieren. So nah und doch sind wir viel zu selten da, fand ich und habe baldige Wiederkehr gelobt. Da ist ja zum einen der schön gelegene Biergarten mit Spielplatz vom „Liebling im Mühlenbach„, der immer einen Abstecher wert ist. Zum anderen fiel mir aber auch der Lepkeshof auf, durch sein großes Schnittblumenfeld mit Sonnenblumen, Gladiolen und Dahlien zum Selbstschneiden.

Da mussten doch direkt ein paar Sonnenblumen mit nach Hause. Sonnenblumen, und mein Herz lacht! Ich spreche sogar mit denen; ich finde, dass die richtige Gesichter und eigene Charaktere haben ;-)

Jedenfalls habe ich dann ein Straßenschild vom Lepkeshof gesehen, auf dem stand, dass vom 7.9. bis 9.9.17 in der Zeit von 9-18 Uhr Äpfel zum Selbstpflücken verkauft werden.

Und so hab‘ ich mir heute trotz fiesen Regenwetters ein Herz gefasst, das Ruhrkind nach der Kita geschnappt und wir sind mit Gummistiefeln und Regenkleidung ausgerüstet los nach Oberhausen-Dümpten gefahren. Trotz Trotzphase kann man ja mit Äpfel pflücken nur gewinnen, dachte ich, und die Rechnung ging zum Glück auf.

Am Verkaufsstand informierten wir uns darüber, wie man Äpfel richtig pflückt und erfuhren, dass man sie von unten mit der Hand umschließt und dann nach oben hin leicht drehend abstreift. Ein reifer Apfel löst sich leicht vom Stamm, während ein Apfel, der noch Zeit für die Reifung benötigt, dies nicht tut.

Versteht sich von alleine, dass man dann auch nicht am Bäumchen zerren und reißen sollte. Ebenso ist es natürlich nicht erlaubt, auf dem Feld zu rennen, unter den Bäumen herzukriechen und die Absperrungen müssen beachtet werden.

Das Ruhrkind nahm das alles sehr ernst und so wurde jeder der rund 30 Äpfel, die wir heute gepflückt haben, gefragt, ob er denn mit uns nach Hause kommen wolle. Einige wollten, andere nicht und die habe ich dann theatralisch synchronisiert: „Lass mich hängen, ich mag noch nicht gepflückt werden.“

Gepflückt werden können die Sorten Gala (süß, guter Kinderapfel) und Elstar (süß-säuerlich) sowie eine dritte Sorte, deren Namen ich mir leider nicht gemerkt habe. Alle drei Sorten können vorher probiert werden und für das Ruhrkind war „Gala“ ganz klar der Favorit.

Die Mindestabnahmemenge beträgt übrigens 1 kg pro Kind und 2 kg pro Erwachsenen. Preislich kostet das Kilo ungefähr 1,50 Euro (Oder waren es 1,10 Euro? Irgendwie sowas…). Für ca. 3,08 kg haben wir jedenfalls 4,51 Euro bezahlt – wer mag rechnet jetzt zurück ;-)

Nach dem Äpfel pflücken ging es natürlich rüber zum Blumenfeld, noch ein paar Gladiolen und Sonnenblumen mitnehmen.

Erfolgreiche Ausbeute trotz Regenwetters und das Ruhrkind gab seinen Apfel nicht mehr her. Die sind aber auch lecker so frisch vom Baum!!!

Und wo wir gerade schonmal da waren, haben wir natürlich noch den Hofladen besucht, der neben Produkten vom eigenen Hof (zum Bespiel Apfelsaft) auch regionales Obst und Gemüse oder andere Produkte von schokolierten Apfelringen bis hin zu Milchreis, Wurst, Käse und Spirituosen anbietet.

Vollkommen nass aber sehr zufrieden, das kann ich als Fazit für heute ziehen. Frische Luft tut einfach immer gut und vielleicht fährt ja der ein oder andere von euch morgen auch noch hin zum Äpfel pflücken…?

Lepkeshof – Bauer Scheidt
Mühlenstr. 128
46047 Oberhausen
0208. 74016367

Öffnungszeiten des Bauernladens: Mo-Fr 9-18:30 Uhr; Sa 9-14 Uhr; So Ruhetag
Äpfel zu selberpflücken: Vom 31.8. bis 2.9.17 und 7.9. bis 9.9.17 (9-18 Uhr)
Blumenfeld: ganztägig in der Saison von 8.30 Uhr – Einbruch der Dunkelheit
Erdbeerfeld: Ab Mai/Juni – Anfang Juli täglich von 8.30-18 Uhr, sonntags bis 17 Uhr

Liebe Grüße


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Familienurlaub im Baltikum: Riga und Lettland (Teil 1/2)

„Was machst du da?“
„Einkaufen…“
„Und wo?“
„In Estland!“
„Was möchtest du einmal werden?“
„König.“
„Und wo?“
„In Estland!“

So oder ähnlich laufen viele Dialoge mit dem Ruhrkind nun schon seit mehr als einem Jahr ab, seit unserem Urlaub im Baltikum im Sommer letzten Jahres. Für den Knirps war unsere Rundreise offenbar nachhaltig beeindruckend, aber für uns nicht weniger. Denn wir haben mit dem Baltikum ein wunderschönes Reiseziel für Familien entdeckt, das ich euch heute auf dem Blog vorstelle.

Estland und Lettland kann man auf vielen Wegen bereisen (Auto, Flugzeug, Fähre), wir entschieden uns aufgrund des Zeitfaktors dazu, den Flieger zu nehmen und unseren Urlaub mit Mietwagen selber zu gestalten. Geflogen sind wir mit Airbaltic – die Airline bietet grundsätzlich viele Optionen sich eine Baltikumreise zusammenzustellen und von verschiedenen Orten aus hin- bzw. zurückzufliegen.

Unsere Unterkünfte haben wir mit Airbnb gebucht und damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Man kann im Suchfilter des Portals „familienfreundliche Unterkünfte“ herausfiltern und anhand der Fotos der Unterkunft i.d.R. die Eignung für den Aufenthalt mit Kind gut einschätzen.

Herausgekommen bei unserer Planung ist eine knapp 14-tägige Rundreise: Von Düsseldorf mit Airbaltic nach Riga, von Riga mit dem Mietwagen nach Tallinn, von Tallinn weiter nach Pärnu und zum Schluss wieder nach Riga mit Rückflug nach Düsseldorf.

Riga ist eine Stadt der Kontraste, in der sich unheimlich viel tut. Jugendstil und sozialistische Architektur, …

… marode bis baufällige und prospektreif sanierte Gebäude wechseln sich dicht an dicht ab und haben uns stark beeindruckt. Eine Stadt zum Träumen, denn die vielen (noch nicht sanierten) Jugendstilbauten regten meine Phantasie unheimlich an: Wer hat darin wohl schon alles gelebt? Wie wunderschön könnte dieses Gebäude wieder werden?

Die Innenstadt ist weitestgehend saniert und bietet an ihrem Rand – im Bastejkalns-Park und auf der Esplanāde – schöne Spielplätze für eine Pause.

Unsere Wohnung in Riga hatten wir für ein paar Tage auf der „Miera iela“ auch „Peace Street“ genannt, ein Kreativenhotspot oder besser eine „Hipster Area“ mit ein paar netten Geschäften und Cafés.

Das war ein richtiger Glückstreffer: Schöner Altbau mit Kinderbett, Spielsachen und gut gelegen. Bei Bedarf gebe ich gerne die Kontaktdaten weiter.

Oft wird ja von Riga als der neuen Trendhauptstadt gesprochen, das finde ich etwas übertrieben. Riga ist sympathisch unaufgeregt, an einigen Stellen wirklich heruntergekommen, und an anderen hip und modern. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ganz treffend hat das so ähnlich auch Fee vom Blog „Feeistmeinname“ geschrieben: „Kulinarik und Shoppen in Riga„.

Von Riga aus kann man gut einen Abstecher nach Jūrmala machen, ein Küstenort, den uns der Reiseführer als größten Kurort des Baltikums mit weißen Sandstränden und eleganten Sommervillen verkauft hat.

Einen Ausflug ist Jūrmala auf jeden Fall wert, aber so ganz erschließt sich uns der Charme leider nicht. Wir finden Jūrmala mehr spannend als wunderschön.

Was uns gut gefallen hat, war der Botanische Garten in Riga mit netten, kleinem Café und viel Ruhe.

Auch sehr schön: der Stadtteil Mežaparks (auf deutsch: Kaiserwald). Hier kann man im Grünen versteckte, großartige Villen bestaunen, den Zoologischen Garten besuchen oder …

… einfach nur durch den angrenzenden Park (mit Bootsanlegestelle) spazieren gehen.

Riesenspielplatz inklusive :-)

Am letzten Tag in Riga hatten wir noch das Glück, dass im Lucavsala-Park das Piens Festival 2016 stattfand, ein familienfreundliches Festival mit Openairkunst, Streetfood und ganz viel Musik.Unbedingt empfehlenswert für Familien in Riga, findet jedes Jahr im August statt. Auch hier gibt es einen mega-modernen Hammerspielplatz!

Auf der Weiterfahrt nach Tallinn nehmen wir noch die Kleinstadt Sigulda mit, am Rand des Gauja-Nationalparks im Grünen gelegen, mit einer Ordensburgruine und einem kleinen Schloss.

Tolle Spielplätze gibt es hier überall – gefühlt wie Sand am baltischen Meer ;-)

Linktipps

latvia.travel
liveriga.com

Und dann kam auch schon Estland, nachzulesen im 2. Teil unseres Baltikum-Reiseberichts: „Familienurlaub im Baltikum: Tallinn, Pärnu und Estland (Teil 2/2)“

Liebe Grüße

Meine Stadt mit Kind: Speyer (Gastbeitrag von Phinabelle)

Phinabelle“ ist ein ganz süßer Mama-Blog von Berenice aus Speyer. Aus der Toskana Deutschlands – wie sie selbst sagt – schreibt sie auf ihrem Blog über den Alltag als zweifache Mama und Frau – zwischen Kindern, Chaos und ganz viel Glück. Heute könnt ihr von Berenice erfahren, warum sich Speyer für einen Städtetrip mit Kind lohnt und was ihr euch dort unbedingt anschauen solltet. Viel Spaß und schaut mal auf dem Blog vorbei!

Vor neun Jahren bin ich nach Speyer gezogen und heute sage ich: Das ist meine Zuhause, hier bleibe ich! Speyer – die Toskana Deutschlands – ist eine tolle Stadt und ich freue mich, euch Tipps für einen Städtetrip zu geben und meine persönlichen Highlights zu zeigen.

Speyer liegt direkt am Rhein und hat ein tolles Klima. Wir haben wenig Regen und viel Sonne – perfekt für ein paar schöne Urlaubstage :-)

Übernachten
In Speyer gibt es einige Hotels, die meisten direkt in der Stadtmitte. Für Familien würde ich eine der vielen Ferienwohnungen empfehlen: Hier haben alle Platz und mit etwas Glück wohnt ihr direkt in der Altstadt. Alternativ gibt es hier auch eine sehr moderne Jugendherberge, direkt am Schwimmbad – falls es doch mal regnen sollte.

Sehenswürdigkeiten
Speyer ist bekannt für den Dom, seit über 1.000 Jahren das Wahrzeichen der Stadt und heute die größte erhaltene romanische Kirche Europas. Seit einigen Monaten kommt ihr über 300 Stufen auch auf die Aussichtsplattform und habt einen tollen Blick über die Stadt bis zu den Weinbergen. Umgeben ist der Dom von einer tollen Grünanlage, dem Domgarten. Hier könnt ihr spazieren gehen, gemütlich einen Kaffee trinken oder eine Runde Minigolf spielen. Weitere Kirchen liegen auf dem Weg durch die Stadt und sind ebenfalls einen Besuch wert.

(c) Phinabelle: Die 2000 Jahre alte freie Kreisstadt Speyer ist mit den vielen malerischen Ecken und Häusern immer eine Reise wert und erfreut die Besucher mit seinen zahlreichen Attraktionen, hier Blick auf die obere Maximilianstrasse, im Hintergrund der Speyerer Kaiserdom.

Nur wenige Meter neben dem Dom liegt das Historische Museum der Pfalz. Hier gibt es viel Kulturgeschichte und jährliche Sonderausstellungen. Für Kinder und Jugendliche werden besondere Führungen und Mitmach-Aktionen angeboten.

Im Technik-Museum seht ihr sehr alte Autos, Eisenbahnen, Schiffe und Flugzeuge. Auch der Außenbereich ist toll: Ihr habt die Möglichkeit, in ein U-Boot zu steigen oder eine Boeing 747 zu erkunden.

(c) Phinabelle

Lauft ihr in die andere Richtung, so kommt ihr direkt an den Rhein. Hier könnt Ihr an der Promenade entlang spazieren und Schiffe beobachten. Für eine Pause bieten sich diverse Restaurants und Cafés an sowie der Strandbar „Rheinstrand“ (geöffnet von April bis Oktober).

(c) Phinabelle

Am Anfang des Weges liegt das Schwimmbad „Bademaxx“, am Ende das Sealife. Hier gibt es eine tolle Unterwasserwelt mit vielen Meeresbewohnern und Spaß für die ganze Familie. Dort ist auch die Anlegestelle für die Schifffahrt, wo ihr eine kleine Auszeit direkt auf dem Wasser nehmen könnt. Und ihr findet dort auch unseren Lieblings-Italiener: das Porto Vecchio hat fantastisches Essen, eine schöne Außenterrasse und Kinder sind gerne gesehen!

Shopping
Auch einkaufen kann man in Speyer ganz wunderbar. Unsere Hauptstroß (hochdeutsch: Hauptstraße, namentlich: Maximilianstraße) ist unsere Shopping-Meile. Hier gibt es kleinere Boutiquen, größere Geschäftsketten und viele Eiscafés für eine verdiente Schlemmerei. Die Postgalerie beherbergt bekannte Geschäfte wie H&M, Depot, Vero Moda oder Esprit. Übrigens: wir Pfälzer sind ein sehr offenes Volk. Also fragt gerne, ob ihr Euch an einen Tisch dazu setzen dürft – so gibt es auch weitere Tipps aus erster Hand :-) Wenn ihr auf der Hauptstraße seid müsst ihr auch eine echte Speyrer Brezel in einem der Brezelhäuschen kaufen. Traditionell findet im Juli auch das Brezelfest statt – ein großes Volksfest mit viel Spaß.

Allgemein ist in Speyer immer etwas los: ob Frühjahrmesse, Kult(o)urnacht, Weinprobe oder das Altstadtfest – wir Speyrer feiern gerne :-)

Ich hoffe meine Tipps waren euch hilfreich. Wenn ihr weitere Fragen habt oder Ideen braucht, schreibt mich gerne an!

Alles Liebe,
Berenice